Solar-Anlage geplant

Kreishaus-Neubau wird sauberen Strom produzieren

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Märkischer Kreis – „Personell sind wir am Limit“, sagte Gebäudemanager Manfred Fischer auf Nachfrage bei den Haushaltsberatungen im Bau- und Straßenausschuss des Märkischen Kreises im Lüdenscheider Kreishaus. 2020 stehen einige große Bauprojekte an, heißt es in der Mitteilung des Märkischen Kreises. Rund 31,5 Millionen Euro hat der Kreis dafür eingeplant.

Brandschutzzentrum 

Architekt Markus Rahrbach vom Gebäudemanagement berichtete über den Baufortschritt am neuen Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum im Gewerbepark Altena-Rosmart. „Wir liegen gut im Zeitplan“, erklärte er. Der Rohbau des Kesselhauses steht und ist dicht, die Fenster und Tore sind eingebaut und das Dach ist drauf. 

Bei der Fahrzeughalle für die Krankentransportwagen (KTW) ist der Weg bereits asphaltiert und die Fenster sind eingebaut. Beim Schulungsgebäude steht bereits das Erdgeschoss und teilweise auch das 1. Obergeschoss. Als nächstes stehen das Verwaltungsgebäude der Kreisleitstelle sowie die Übungshalle an. Bis April 2021 soll das neue Zentrum durch den Generalunternehmer Hundhausen fertiggestellt sein. 

Parkdeck am Kreishaus 

„Der Bau des neuen Parkdecks an der Heedfelder Straße verzögert sich um ein paar Wochen“, kündigte Manfred Fischer an. Baubeginn ist voraussichtlich Mitte Januar. Die Baugenehmigung für den Erweiterungsbau am Lüdenscheider Kreishaus steht noch aus. Um die vorübergehend wegfallenden Parkplätze zu ersetzen, wurden auf dem Gelände an der Hohen Steinert Parkplätze für Mitarbeiter zur Verfügung gestellt. Während der Kirmes sollen Ausweichflächen am Lüdenscheider Bahnhof mit Busshuttle zur Verfügung gestellt werden. 

Neubau Kreisarchiv 

Beim geplanten Neubau des Kreisarchivs in Altena rechnet Fischer damit, dass die Abbrucharbeiten am ehemaligen Berufskolleg und die Hangsicherung bis Mitte/Ende März 2020 abgeschlossen sind und die Baumaßnahme ab April starten kann. Da das Gebäudemanagement derzeit viele Baustellen gleichzeitig betreut, stößt es an personelle Grenzen. Bei Bedarf will Fischer zusätzlich externe Dienstleistungen einkaufen. 

Einstimmig verabschiedeten die Ausschussmitglieder die Haushaltsansätze für den Regiebetrieb Gebäudemanagement, Kreisstraßen für das Jahr 2020. Der Zuschussbedarf beträgt voraussichtlich rund 44,8 Millionen Euro. Die größten Ausgabeposten sind mit knapp 31,5 Millionen die diversen Baumaßnahmen, die nächstes Jahr anliegen. Allein die Bau- und Planungskosten für das Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum schlägt 2020 mit 16 Millionen Euro zu Buche und der geplante Anbau für das Lüdenscheider Kreishaus mit rund 6 Millionen Euro. 

Für den Abbruch des Berufskollegs in Altena und den Neubau des Kreisarchivs sind rund 3,8 Millionen eingeplant. Weitere 3,5 Millionen fließen in die Erweiterungsbauten an der Wilhelm-Busch-Schule in Hemer und der Carl-Sonnenschein-Schule in Iserlohn. Im Rahmen des Investitionsprogramms „Gute Schule2020“ des Landes soll das Kontingent von 2,26 Millionen für die Schulen in Trägerschaft des des Märkischen Kreises voll ausgeschöpft werden.

Rund 3,3 Millionen für Kreisstraßen 

Rund 3,3 Millionen Euro steckt der Märkische Kreis in die Kreisstraßen. Für die Oberbauerneuerung an der K4 Meinerzhagen-Hardenberg (Kosten rund 1,35 Millionen) rechnet der Kreis mit einer Investitionszuweisung des Landes in Höhe von 700 000 Euro. 

Den Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, bei Neubauten des Märkischen Kreises den Aufbau von Fotovoltaikanlagen sowie eine Dachbegrünung einzuplanen, beantwortete die Kreisverwaltung mit einer Stellungnahme. Demnach werden schon jetzt Fotovoltaikanlagen und Dachbegrünungen bei Bestandsgebäuden und Neubauvorhaben geplant und realisiert, vorausgesetzt die Wirtschaftlichkeit ist gegeben.

So seien Fotovoltaikanlagen auf den Dächern des geplanten Kreisarchivs und auf dem Erweiterungsbau am Kreishaus Lüdenscheid vorgesehen. Dachbegrünungen werden aktuell bei der Erneuerung des auf der Gymnastikhalle des Berufskollegs für Technik/Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Lüdenscheid umgesetzt. Vor Beginn der Sitzung hatten die Mitglieder des Bau- und Straßenausschusses noch dem verstorbenen Kreismitarbeiter Axel Heimann gedacht, der die Kreisstraßen betreute.

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