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24-Jähriger rastet aus: Zwei Schwerverletzte

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Von: Johannes Bonnekoh

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In der Klosterstraße in Menden hat sich am Montagabend offenbar ein Drama ereignet. © van den Wall

[UPDATE 8.59 Uhr] MENDEN - Schock auf offener Straße: Ein mit zwei langen Küchenmessern bewaffneter 24-Jähriger rastete am Montagabend gegen 18.52 Uhr unweit der Mendener Innenstadt in einem beschaulichen Wohngebiet aus. Zwei Menschen sind schwer verletzt.

Von Johannes Bonnekoh

Der Täter verletzt seine Mutter und einen 62-jährigen Versicherungskaufmann durch Messerstiche schwer. Dieser Mann ist mit seinem Auto auf dem Weg nach Hause. Er muss in eine Spezialklinik ausgeflogen werden.

18.52 Uhr will der Mann seine junge Nachbarin besuchen. Er hat zwei Messer im Gürtel stecken und klingelt. Als ihm niemand öffnet, geht er ums Haus, tritt den Wintergarten ein. Der aufgebrachte Mann wechselt die Straßenseite, klingelt bei weiteren Nachbarn, die ihm aber auch nicht öffnen und randaliert. Seine Schläge und Fußtritte treffen die Haustür, die aber nicht nachgibt. Die Polizei trifft ein, redet beruhigend auf den rasenden Mann ein. Vergeblich. Warnschüsse in die Luft werden abgegeben.

Seine Mutter, in einer Justizvollzugsanstalt tätig, ruft den Einsatzkräften beschwörend zu, ihren Sohn nicht zu erschießen. Immer mehr Menschen strömen auf die Straße, die Polizei kann keine gezielten Schüsse abgeben, im Gedränge der Menschen gelingt Henrik S. die Flucht nur einige Straße weiter. Dort trifft er den ahnungslosen Versicherungskaufmann, den er übel zurichtet.

Eine gute Stunde später, um 20.08 Uhr, wird der Messerstecher 100 Meter vom Mendener Bahnhof festgenommen. Er leistet Widerstand, kann aber fixiert und abgeführt werden. Der Täter blutet, doch es sind, so Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Polizei Märkischer Kreis, keine Schusswunden.

Sowohl seine Mutter als auch der Täter werden ins Krankenhaus gebracht und müssen dort behandelt werden. Auf der Straße liegen noch die leeren Patronenhülsen, Nachbarn haben ihre Jalousien heruntergelassen. Frauen stehen weinend auf dem Bürgersteig. Warum? Diese Frage ist noch völlig offen. Dietmar Boronowski: „Ab Dienstag ermittelt die Mordkommission.“

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