40 Blüten in vier Wochen

Achtung, Falschgeld in MK! So prüfen Sie, ob Ihre Scheine echt sind

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Falscher Fünfziger.

Märkischer Kreis - So viel Falschgeld gab es lange nicht. Betrüger haben im Märkischen Kreis reichlich Falschgeld in Umlauf gebracht. Bislang wurden in den vergangenen vier Wochen allein 40 falsche Banknoten entdeckt. Wie Sie die "Blüten" erkennen. 

Im Märkischen Kreis ist gerade vermehrt Falschgeld im Umlauf, meldet die Kreispolizei. Sie rät Bürger zu erhöhter Wachsamkeit beim Geldannehmen, denn wer Falschgeld besitzt bekommt keinen Ersatz. Versucht derjenigen, mit dem Schein zu bezahlen, macht er sich strafbar. 

Allein bei einer Hemeraner Bank landeten am vergangenen Freitag vier falsche Fünfziger. Aus dem Nordkreis (Iserlohn, Hemer, Menden, Balve) kamen in den vergangenen vier Wochen rund 40 Blüten mittlerer bis guter Qualität zusammen. Auch im Südkreis gab es Fälle. 

Sogar die neuen 50-Euro-Scheine, die erst im vergangenen Jahr herausgegeben wurden, gibt es bereits in einer Fake-Variante. Meist fliegen die Blüten leider erst in den Zählmaschinen von Sicherheitsdiensten oder Banken auf. Dann landen sie mit einem entsprechenden Protokoll bei der Polizei und später zur genauen Prüfung bei der Bundesbank. 

Die Betrüger haben in all diesen Fällen ihr Ziel erreicht. Zumeist werden kleine Beträge mit großen falschen Scheinen bezahlt. Die Differenz ist der Gewinn der Betrüger. Wie das abläuft, zeigt dieser Fall: 

Ein Kunde wollte in einem Iserlohner Kiosk ein paar Kleinigkeiten mit einem 100-Euro-Schein bezahlen. Unter der Prüflampe konnte der Kiosk-Besitzer nicht alle Wasserzeichen finden. Der Strich mit dem Geldprüfstift bestätigte den Verdacht des Kiosk-Besitzers. Als er den Kunden zur Rede stellte, gab der Fersengeld. 

Die Polizei warnt vor der gut gläubigen Annahme von Scheinen: Falschgeld wird ersatzlos eingezogen. Der Besitzer bekommt keinerlei Ersatz. Gefälscht werden übrigens auch bereits 20-Euro-Scheine. Am häufigsten gefälscht wird der 50-Euro-Schein. 

Falschgeld-Betrüger haben allzu oft leichtes Spiel, weil zu viele Menschen achtlos Geld entgegennehmen. Dabei bieten die neuen Geldscheine die Möglichkeit einer schnellen Prüfung auch ohne technische Hilfsmittel. Es gilt das Prinzip "Sehen, fühlen, kippen". 

  • Einige Merkmale des echten Geldschein erscheinen erst, wenn man die Note gegen das Licht hält.
  • Im Wasserzeichen werden bei der älteren Serie das Hauptmotiv und die Wertzahl der Note sichtbar. 
  • Bei der Europa-Serie erscheinen das Porträt der Europa, das Hauptmotiv sowie die Wertzahl. 
  • In der Mitte der Banknote erscheint in jedem Fall der Sicherheitsfaden als deutlicher, dunkler Streifen. 
  • Euro-Banknoten bestehen aus einem Spezialpapier aus Baumwollfasern mit fühlbaren Reliefs. 
  • Bei 10- und 20-Euro-Scheinen lassen sich auf der Vorderseite am Rand im farblich bedruckten Bereich kurze Linien ertasten. 
  • Wenn man die Banknote kippt, verändern sich einige Merkmale, je nach Betrachtungswinkel. Es erscheinen andere Motive oder Farben. 
  • Bei der 5-Euro-, 10-Euro und 20-Euro-Note sind unter anderem im Hologrammstreifen die Wertzahl und das EUR-Symbol zu erkennen. 
  • Auf der Rückseite erscheint ein goldfarbener Glanzstreifen. Bei der 50-Euro-, 200-Euro und 500-Euro-Banknote wechselt die Wertzahl auf der Rückseite die Farbe.
  • Im Hologramm erscheinen abwechselnd die Wertzahl und das Hauptmotiv.

Wer einen gefälschten Schein entdeckt, wendet sich am besten an die nächste Polizeidienststelle. 

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