Abitur - aber was dann?

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Thomas Köhler macht sich Gedanken um seine Zukunft.

Lüdenscheid - Der erste Schultag im neuen Jahr nach den Weihnachtsferien und vor den nächsten Klausuren. Wie unsere Klasse mit Schrecken feststellen musste, schreiben wir in wenigen Wochen alle Klausuren im kürzesten Zeitraum, da im Februar schon das Semesterende naht.

Verwunderlich ist das gar nicht, doch haben wir es alle über die Feiertage verdrängt. Und das mit Recht, wie wir heute alle merken mussten. Herr Rothländer legte uns sogleich das neue Themengebiet für Biologie vor, Herr Schwarz erläuterte uns das Buch „Falling Man“ als Klausurthema und Herr Küster informierte uns im Thema Sachtexte, natürlich für die nächste Klausur.

Katerstimmung herrschte im Allgemeinen in allen Klassen, da kurz nach den Ferien und den Feiertagen der harte Schulalltag schwer wiegt. Kein Wunder dass man ein paar Schulkameraden erst mal vergebens suchte und ein paar Tage später erst erwartet.

2014 wird das Jahr sein, indem sich viel verändert. In ein paar Monaten zum Beispiel werden die Abiturprüfungen beendet sein. Und da fangen die ersten, von mir bis jetzt ignorierten, Probleme an. In ein paar Monaten schon werde ich vor der Entscheidung stehen, wohin es gehen soll. Ich dachte bis jetzt, dass die Auswahl, was es werden soll, schwierig sei. Aber die Frage, wohin es mich verschlägt, ist in der letzten Zeit noch um einiges schwieriger geworden. Sobald ich mein Abitur in der Tasche habe und es vorzeigbar für eine Uni ist, kann ich meine Arbeit kündigen. Doch wie sieht es mit der Kündigungsfrist aus? Wird mich diese zurückhalten, wenn ich im Wintersemester anfangen will? Wenn ich mich schlussendlich entschieden habe, wohin es gehen soll, kann ich in den Sommerferien nach einer Wohnung oder WG schauen? Selbst schauen und eventuell viel Spritgeld verfahren? Agenturen, die Wohnungen und WGs für Studenten suchen, sind dennoch relativ kostspielig.

Ich werde nicht darum herumkommen, während meines Studiums zu arbeiten, zwar nicht so viel wie heute, aber dennoch ein paar Stunden die Woche. Am liebsten in meinem jetzigen Berufsfeld. Also muss die Auswahl auf eine Stadt fallen, die ein Herzkatheterlabor hat oder ein Äquivalent, in dem ich in Teilzeit arbeiten kann.

Zu guter Letzt geht es darum, wo mein Herz mich hinzieht. Ich hatte schon immer Fernweh, und so wäre ein Studium im Ausland ein Traum. Doch wenn das nicht klappen sollte, würde ich dahin gehen wollen, wo meine Wurzeln sind, nach Sachsen. Die Mieten sind selbst in großen Studentenstädten, wie Jena und Leipzig, sehr gut zu bewältigen, die Unis haben einen guten Ruf und bieten spezialisierte Studiengänge an. Und es gibt immer noch ein gutes Angebot an Kultur und Freizeit.

Doch ist dass mit dem Herzen so eine Sache. Meine Freundin studiert in Dortmund, und das wird sich im nächsten Jahr nicht ändern. Den Master-Abschluss, den sie anstrebt, kann man nur in drei Städten in Deutschland belegen. Von diesen drei Städten ist für mich keine von Interesse, da dort kein Studiengang angeboten wird welchen ich belegen möchte. Außer München, wo wir aber alleine für eine Einzimmerwohnung einen Kredit aufnehmen müssten.

Aber zum Glück habe ich ja noch ein paar Monate Zeit, um das alles zu entscheiden. Oder?

Von Thomas Köhler

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