Warnung aufgehoben

ABC-Alarm im MK: Chlorgas ausgetreten - Einsatz dauert die ganze Nacht

ABC-Alarm in Iserlohn: Schadstoffe ausgetreten – 10 Verletzte – Großeinsatz der Feuerwehr – Bevölkerungswarnung
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ABC-Alarm im MK: Bei einer Firma in Iserlohn ist Chlorgas ausgetreten. Anwohner sollten stundenlang nicht ihre Wohnungen verlassen.

Im Märkischen Kreis wurde am Freitagabend der ABC-Alarm ausgerufen. Der Einsatz lief bis in den Samstagmorgen. Anwohner sollten stundenlang ihre Wohnungen nicht verlassen. Inzwischen ist die Warnung aufgehoben.

Update vom 14. August, 8.03 Uhr: Die Gefahrensituation ist abgewendet, die Warnung aufgehoben. Das teilte die Feuerwehr Iserlohn am Samstagmorgen kurz vor 7 Uhr mit. Eine halbe Stunde zuvor hieß es bereits, die Lage sei unter Kontrolle, die Einsatzkräfte hätten die chemische Reaktion stoppen können. Ein Polizeihubschrauber war zu einem Kontrollflug im Einsatz, bevor Entwarnung gegeben werden konnte.

StadtIserlohn (im MK)
Größe125,5 km²
Einwohner91.815 (2020)

Am Freitagabend waren in einem Unternehmen am Echelnteichweg in Iserlohn ausgetreten. Es wurde ABC-Alarm ausgelöst. Zehn Menschen mussten vorsorglich in Krankenhäuser gebracht werden. Ein Problem während des Einsatzes war, dass beim Versuch, die Chemikalien abzupumpen, die Konzentration des Chlorgases weiter anstieg. Deshalb wurde laut WDR am frühen Samstagmorgen entschieden, mehrere Häuser im Umkreis von 250 Metern zu evakuieren. 350 Anwohner wurden mit MVG-Bussen in deine Unterkunft gebracht.

ABC-Alarm im MK: Chlorgas ausgetreten - Einsatz dauert die ganze Nacht

Update vom 14. August, 00.25 Uhr: Die Feuerwehr teilte auf Nachfrage mit, dass das Absaugverfahren der giftigen Stoffe abgebrochen werden musste. Die Chlorgas-Messwerte stiegen bei dieser Maßnahme zu sehr an. Fachkräfte würden sich derzeit um eine Alternative mit anderen technischen Hilfsmitteln kümmern, teilte die Feuerwehr mit. Anwohner sollten also auch in der Nacht die Schutzmaßnahmen beachten.

ABC-Alarm im MK: Chlorgas ausgetreten - weitere gefährdete Bereiche

Update vom 13. August, 23.20 Uhr: Laut Feuerwehr werden die gefährlichen Substanzen derzeit von einer Fachfirma abgesaugt. Die Feuerwehr sichert dabei den gefährdeten Bereich ab und schlägt die giftigen Dämpfe mit Wasser nieder. Der Einsatz neigt sich somit langsam dem Ende entgegen. Wie lange die Warnung noch anhält, konnte jedoch nicht genau abgeschätzt werden.

Update vom 13. August, 22.04 Uhr: Die Feuerwehr Iserlohn teilte über die sozialen Medien mit, dass die Lage weiterhin unverändert sei. Betroffene Anwohner sollen sich weiterhin an die Schutzmaßnahmen halten. Derweil wurde der Radius des gefährdeten Bereichs vergrößert: Betroffen sind laut Warn-App Nina nun auch die Orte Heide und Sümmern. Die zehn Mitarbeiter wurden laut Polizei leicht verletzt und befinden sich weiter in ärztlicher Behandlung. Die Polizei hat die Ermittlungen zu Ursache und Hergang aufgenommen. Der Einsatz dauert zur Stunde noch an.

Update vom 13. August 20.47 Uhr: Derzeit sei ein Messzug unterwegs, der die Konzentration des Gases in der Luft misst. Nach Schätzungen der Feuerwehr könnte der Einsatz die ganze Nacht dauern, das hängt von der Menge der beteiligten Chemikalien ab. Mit rund 80 Einsatzkräften ist die Feuerwehr vor Ort - darunter auch die Werksfeuerwehr mit Spezialgeräten und die Bezirksregierung Arnsberg. 

ABC-Alarm im MK: Schadstoffe ausgetreten - Türen und Fenster schließen

[Erstmeldung] Iserlohn - In Iserlohn im MK in NRW wurde am Freitag gegen 17.30 Uhr der ABC-Alarm ausgelöst. Demnach sollen Schadstoffe in einer metallverarbeitenden Firma im Echelnteichweg ausgetreten sein.

Laut Feuerwehr soll Salzsäure mit Chromschlamm in Kontakt gekommen sein und sich dadurch giftiges Chlorgas gebildet haben. „Wir können die Situation derzeit statisch halten“, sagt ein Pressesprecher der Feuerwehr auf Nachfrage. Dennoch sollen Anwohner vorsichtig sein.

Anwohner im Bereich Iserlohner Heide, Hombruch und Griesenbrauck sollen sofort Fenster und Türen schließen, Lüftungs- und Klimaanlagen ausschalten und sich nicht draußen aufhalten. Die freigesetzten Schadstoffe können zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

10 Menschen wurden laut Feuerwehr von Rettungskräften auf mögliche Verletzungen untersucht und vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Auch die Warn-App Nina warnte Freitagabend mehrfach vor der Schadstofffreisetzung.

Bei einem Reitunfall in Neuenrade wurde eine 16-jährige Reiterin schwerst verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden.

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