Petition der Autobahngegner

Petition gestartet: Massiver Widerstand gegen A46-Lückenschluss im MK

Autobahn Schild Symbolfoto dpa
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Petition gestartet: Massiver Widerstand gegen A46-Lückenschluss im MK

Der Widerstand gegen den geplanten Lückenschluss der Autobahn 46 wächst. 21 Bürger aus 19 von den Planungen zur Fortführung der A46-Trasse von Hemer nach Menden und der weiterführenden Bundesstraße 7 von Menden nach Arnsberg-Neheim betroffenen Stadt- und Ortsteilen haben jüngst eine Online-Petition gestartet.

Eisborn „Gemeinsam und überall – Für eine Region ohne Autobahn A 46“ ist die Petition überschrieben. Initiator ist die „Gruppeninitiative gegen den Bau der A46“ (GigA46).

Auf die Petition und damit die Möglichkeit des Widerstandes gegen das Infrastrukturprojekt angesprochen, zeigten sich die Verantwortlichen in Eisborn sehr reserviert. „Hierzu geben wir keine Stellungnahme ab“, erklärten übereinstimmend Eisborns Ortsvorsteherin Pia Spiekermann und Ratsherr Jens Timmermann (beide CDU) auf Anfrage der Redaktion. Sie setzen stattdessen vielmehr auf den Dialog.

So fänden nach wie vor Gespräche mit den für das Projekt A46-Lückenschluss Verantwortlichen der Autobahn Westfalen GmbH (seit Januar 2021 zuständig für die Verwaltung der Bundesautobahnen) und auch mit der Führungsriege des Lhoist-Werkes Hönnetal statt, betonte die Ortsvorsteherin.

Stopp aller Planungen gefordert

Ihr Ortsteil steht seit mehreren Jahren im Mittelpunkt der geplanten Erweiterung des Kalksteinbruchs durch Lhoist. Außerdem könnte Eisborn von der Trassenführung der Bundesstraße 7 in Richtung Asbeck betroffen sein (wir berichteten). Inzwischen wird die Trasse auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft. Dagegen wendet sich diese Petition, die den Stopp aller Planungen für den Weiterbau der A 46 und der B 7 fordert sowie die Streichung des Projektes A46-Lückenschluss aus dem Bundesverkehrswegeplan.

5000 Unterstützer sollen unterschreiben

5000 Unterstützer sind das Ziel von „Gemeinsam und überall – Für eine Region ohne Autobahn A 46“, die sich an den Rat der Städte aus Balve, Hemer, Menden, Wickede, Arnsberg, Fröndenberg, die Landesregierung und die Bundesregierung wendet. Bis Montagmittag fanden sich bereits knapp 1600 Unterstützer.

In der vergangenen Woche hatten sich die Ausbaugegner auf Initiative von GigA46 zudem im Rahmen einer Videokonferenz ausgetauscht. Viele befürchteten massive Auswirkungen einer Schnellstraße für die Umwelt. Ziel der Petition sei es aber nicht nur den A46-Lückenschluss zu verhindern, wie Richard Müller, Bürger aus Eisborn sagte, sondern es gehe vielmehr darum, eine zukunftsfähige Verkehrskonzeption auf den Weg zu bringen.

Die Politik beim Wort nehmen

So haben sich die Lückenschluss-Gegner zum Ziel gesetzt, auch bei der 2022 anstehenden Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplanes Änderungen mit grundsätzlichem Charakter zu erreichen. Neben dem Natur- und Umweltschutz und dem Ziel, Naturraum nicht für Asphaltschneisen zu opfern, wollen die Akteure nicht zuletzt die Politik beim Wort nehmen.

So habe das Land erst jüngst sein Klimaanpassungsgesetz verabschiedet. Mit ihm sollen die CO2-Ziele deutlich verschärft werden. Das passe nicht mit dem Bau weiterer Autobahnen zusammen ‒ weder allgemein, noch speziell mit den Plänen zum A46-Lückenschluss, der mehr Verkehr und mehr C02 generieren und in die Region bringen würde.

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