Ausstrahlung an Neujahr

Verrückter Tatort kommt 2020: Dortmund und Münster starten besonderes Experiment

Krimi-Fans, die den Tatort aus Dortmund und den aus Münster mögen, dürfen sich freuen: 2020 läuft eine völlig verrückte Dortmund-Münster-Folge. 

  • Anfang 2020 gibt es einen ganz besonderen Tatort im Ersten.
  • Die Kommissare der Folgen aus Münster und Dortmund ermitteln gemeinsam in einem Fall - und bekommen dabei weitere Unterstützung aus NRW.
  • Der Regisseur hat für den Dreh zu einer besonderen Strategie gegriffen - doch ganz neu ist sie nicht.

Dortmund/Münster - Der erste „Tatort“ im neuen Jahr wird experimentell. Beim Krimi „Druck“ handelt es sich um einen Improvisations-„Tatort“ des Westdeutschen Rundfunks (WDR) mit Kommissaren verschiedener Teams.

Kommissare aus Dortmund und Münster beim ersten Tatort in 2020 dabei

Dabei sind zum Beispiel Peter Faber (Jörg Hartmann) und Martina Bönisch (Anna Schudt) von der Dortmunder Mordkommission sowie ihre Kollegin Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter) aus Münster

Bereits vor kurzem hatten Fans des Dortmund-Tatorts Grund zur Freude - zumindest sofern sie auch den Tatort aus München mögen. Denn zum Jubiläum der Krimi-Reihe hat sich die ARD etwas Besonderes einfallen lassen: einen Doppel-Krimi in Dortmund und München.

Regisseur gibt bei Tatort aus Münster und Dortmund Debüt

Mit der Dortmund-Münster-Folge namens „Druck“ (früherer Name im Umlauf war mal „Gut und Böse“) gibt Jan Georg Schütte (56) sein „Tatort“-Debüt als Regisseur. Er gilt als Spezialist für Filme ohne festes Drehbuch, inszenierte zum Beispiel „Altersglühen - Speed Dating für Senioren“ (2014), „Wellness für Paare“ (2016) und „Klassentreffen“ (2019).

Der Film „Druck“ wurde Anfang Mai in zwei Tagen abgedreht. Ohne das Profil der anderen Darsteller zu kennen, improvisierten die Akteure auf Basis ihres eigenen Rollenprofils. Ein ähnliches Experiment hat es beim Tatort bereits gegeben - zum Beispiel beim Ludwigshafen-Tatort mit Kommissarin Lena Odenthal. Der Regisseur des Krimis gab schlicht keine vorgeschriebenen Dialoge im Drehbuch vor.

Ebenfalls improvisiert wurde zuvor der Ludwigshafen-Tatort "Babbeldasch". Auch hier wurde auf geschriebene Dialoge verzichtet. 

Tatort aus Dortmund und Münster dreht sich um Mordserie in Nordrhein-Westfalen

In dem Neujahr-„Tatort“ aus Münster und Dortmund geht es um eine Mordserie an vier Kommissaren verschiedener Dienststellen in Nordrhein-Westfalen. Da eine heiße Spur fehlt, treffen sich sieben Kommissare, die zu den Mordopfern in Verbindung standen, und werden von zwei Coaches (gespielt von „Tatortreiniger“ Bjarne Mädel und dem Rostocker „Polizeiruf 110“-Star Charly Hübner) auf Teamarbeit eingeschworen.

In Münster haben bereits die Dreharbeiten zum neuen Tatort "Limbus" begonnen, wie msl24.de* berichtet.

Tatort zeigt nicht nur Kommissare aus Dortmund und Münster

Neben den beiden Dortmundern und Nadeshda aus Münster treten auch Kommissar Rettenbach aus Oberhausen (Ben Becker), Kommissar Mitschowski aus Aachen (Nicholas Ofczarek), der Paderborner Kommissar Ziesing (Friedrich Mücke) und die Düsseldorfer Kommissarin Möller (Elena Uhlig) in Erscheinung. Kann diese Gruppe für die Ermittlungen entscheidende neue Ansätze liefern?

Und vor allem: Wird die Folge Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau gefallen? Der zumindest hatte Anfang des Jahres einen kritischen Brief an den WDR gesendet, nachdem er sich über die schlechte Darstellung Dortmunds im Tatort geärgert hatte.

Inzwischen scheint der kleine Streit zwischen dem Oberbürgermeister von Dortmund und dem WDR bereinigt zu sein. Jedenfalls gab es mittlerweile ein Treffen sowohl zwischen Sierau und Schauspieler Jörg Hartmann (Kommissar Faber) sowie zwischen Sierau und dem Intendanten des WDR, Tom Buhrow. 

Während der Gespräche kam auch die Idee auf, Tatort-Touren zu den Dreh-Orten in Dortmund anzubieten.

Ein großes Jubiläum steht unterdessen beim Ludwigshafen-Tatort an: Was in der 30-Jahre-Folge passieren wird, erfahren Sie bei ludwigshafen24.de*.

 dag/dpa

*ludwigshafen24.de und msl24.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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