Zwei Menschen sterben durch defekte Gasheizung

Recklinghausen - Erneut sind in Nordrhein-Westfalen Menschen offenbar durch eine defekte Heizungsanlage ums Leben gekommen.

In einem Mehrfamilienhaus in Recklinghausen wurden am Mittwochabend ein 63-jähriger Bewohner und eine Reinigungsfrau (64) getötet, wie die Polizei mitteilte. Sie starben offenbar durch eine tödliche Kohlenmonoxidvergiftung, die von einer defekten Gasheizung verursacht wurde.

Die beiden Toten sollten nun obduziert werden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bochum. Zudem wurde ein Sachverständiger eingeschaltet, der die Ursache für den Defekt ermittelt soll. Wann Ergebnisse vorliegen, sei derzeit noch unklar.

Den Angaben zufolge hatte der 63-Jährige die tote Reinigungskraft im Wintergarten entdeckt, als er am Abend nach Hause zurückgekehrt war. Der Mann rief noch selbst über den Notruf die Polizei. Als die Beamten erschienen, machte ihnen niemand die Tür auf. Nachdem die Feuerwehr die Wohnung aufgebrochen hatte, wurden die beiden Leichen gefunden.

Bei einer Messung stellte die Feuerwehr erhöhte Kohlenmonoxidwerte fest. Die Heizungsanlage befindet sich im Keller des Gebäudes.

Bereits mehrere tödliche Vorfälle

Erst am 8. Februar waren in Hamm durch eine defekte Heizung zwei Menschen getötet worden. Einige Tage später starb eine 72-jährige Frau in Dortmund, weil sie ihren Gasherd als Wärmequelle benutzt hatte. Bei den Unglücken wurden zudem mehrere Menschen verletzt.

Bei Kohlenmonoxid handelt es sich um ein geruchs- und farbloses Gas. In zu hoher Dosierung kann es tödlich sein. Nach Angaben eines Sprechers des Zentralverbands Sanitär, Heizung, Klima, Handwerk sollten Heizungen regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden. Deshalb sei es sinnvoll, Wartungsverträge mit Fachfirmen abzuschließen. Gerade in der kalten Jahreszeit könne es bei fehlerhaften Heizgeräten - auch in Kombination mit verstopften Schornsteinen - zu tragischen Unfällen kommen.

ap

Rubriklistenbild: © dpa

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