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Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit: Was Sie jetzt wissen müssen

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Von: Franziska Schwarz

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Die „Winterzeit“ liegt eine Stunde hinter der „Sommerzeit“ zurück, damit man etwas mehr vom hellen Teil des Tages hat.
Die „Winterzeit“ liegt eine Stunde hinter der „Sommerzeit“ zurück, damit man etwas mehr vom hellen Teil des Tages hat. © Fotografie73 via www.imago-images.de

Am 31. Oktober 2021 um 3 Uhr nachts werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt. Der Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit hat viele Gegner – aber auch Befürworter.

München - Irgendwie ist die Sache schon lästig, und den Plan, sie abzuschaffen, gibt es offiziell seit 2018. Allerdings können sich die EU-Länder immer noch nicht einigen: Lieber dauerhaft auf Sommer- oder Winterzeit umstellen? Daher auch in der Nacht zu diesem Sonntag (31. Oktober 2021) das Gleiche wie vergangenes Jahr: die Uhr um drei Uhr morgens eine Stunde zurückstellen. Dann wird es in der Früh eher hell, dafür nachmittags früher dunkel.

Dass dieses Hin und Her unbeliebt ist, belegen regelmäßig Umfragen. Hier wäre eine Aktuelle, die das Meinungsforschungsinstitut Yougov an diesem Freitag herausgab: Eine klare Mehrheit in Deutschland* (71 Prozent) lehnt die Zeitumstellung ab.

18 Prozent der Befragten waren allerdings auch dafür, dass die Uhren in jedem Frühjahr und Herbst einmal um eine Stunde vor- beziehungsweise zurückgestellt werden. Was sind die Argumente?

Zeitumstellung 2021: Argumente der Kritiker

Eigentlich sollte das Vorstellen der Uhr im Frühjahr zum Energiesparen in der hellen Jahreszeit beitragen. Die Überlegung: Wenn sich der Tag um eine Stunde nach vorn verschiebt, wird weniger Beleuchtung und damit weniger Strom verbraucht. Doch Energiespareffekte sind laut Analysen kaum nachweisbar.

Durch die Umstellung auf Sommerzeit drohe aber ein Schlafmangel, der zu Konzentrations- und Leistungseinbußen sowie mehr Unfällen führe. Auch der Deutsche Lehrerverband fürchtet für den Fall einer dauerhaften Umstellung auf Sommerzeit gesundheitliche Gefahren für Schüler.

Winterzeit abschaffen? Das sagen Gegner

Rein technisch ist der Zeitwechsel unproblematisch. Taktgeber für die Zeit sind in Deutschland die Atomuhren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Über Sender werden die Signale übertragen, durch die sich die Funkuhren automatisch an die Zeitumstellung anpassen. Auch für die Deutsche Bahn ist die Zeitumstellung längst Routine.

Die 27 EU-Länder streiten wie gesagt noch, wie der Wegfall der Zeitumstellung genau umgesetzt werden soll. Und ohne Einigung kann das ganze Vorhaben sogar noch scheitern. Im Laufe der Debatten kristallisierte sich heraus, dass manche EU-Staaten - Portugal* etwa - grundsätzlich gegen das Ende der Zeitumstellung sind. (frs mit Material von AFP und dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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