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Wetter: Winter überzieht fast ganz Deutschland - Schnee-Walze erreicht am Freitag weitere Regionen

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Von: Jennifer Lanzinger

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Schnee in Niedersachsen
Autos fahren am frühen Morgen bei Schneefall durch die Region Hannover. © Julian Stratenschulte/dpa

Der Winter feiert in fast ganz Deutschland ein Comeback, bereits am Donnerstag haben sich einige Regionen über Schnee gefreut. Am Freitag zieht die Schnee-Walze nun über weitere Regionen hinweg.

Update vom 1. April, 13.50 Uhr: Mit dem Wintereinbruch ist es noch nicht vorbei. Skandinavische Kaltluft setzt sich in Richtung Süden durch, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Oberhalb von 300 bis 600 Meter bis zu zehn Zentimeter Neuschnee, erwarten die DWD-Wetterexperten. 

„Morgen früh dürfte man über der Mitte und dem Süden beim Hochziehen der Rollläden vielfach auf eine dünne Schneedecke oder zumindest etwas Schneematsch blicken“, sagte ein DWD-Meteorologe am Freitag in Offenbach.

Wetter in Deutschland: Erstes April-Wochenende bringt weitere Schneefälle

Erst am Sonntag klingen die Schneefälle den Angaben zufolge allmählich ab. Doch so frühlingshaft wie Ende März wird es laut DWD so schnell nicht. In der kommenden Woche bleibt es eher kühl bei Höchstwerten von 5 bis 9 Grad. Dazu wird es stürmisch und sehr unbeständig.

Kein Aprilscherz! 13 Zentimeter Schnee in NRW

In der Nacht zum Freitag fiel den Angaben zufolge vor allem über der Mitte Deutschlands und im Allgäu Schnee. Im niedersächsischen Ostercappeln-Schwagstorf und in Göschitz in Thüringen wurden zehn Zentimeter gemessen, in Lügde-Paenbruch in Nordrhein-Westfalen 13 Zentimeter.

Deutschland Wetter: Kalter und schneereicher Start in den April

Update vom 1. April, 9.45 Uhr: Ausgerechnet am ersten Tag des Aprils ist der Winter nach fast ganz Deutschland zurückgekehrt. Schneefall gab es nicht nur in hohen Lagen - auch im Flachland wie beispielsweise entlang der Autobahn 2 in Ostwestfalen war die Landschaft am Freitagmorgen weiß, Streudienste waren im Einsatz. Weitere Schneefälle sagte der Deutsche Wetterdienst für die Mitte Deutschlands, den Süden und den Alpenrand voraus. In der Nordhälfte ist teils mit Wind- und Sturmböen zu rechnen.

Wegen des Schnees und überfrierender Nässe sind auch wieder glatte Straßen möglich. Besonders am Morgen sollte man daher vorsichtig fahren, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes. 

In Baden-Württemberg meldeten unter anderem der Schwarzwald und die Schwäbische Alb Neuschnee. Im Laufe des Tages können DWD-Angaben zufolge vor allem im Nordosten Baden-Württembergs in höheren Lagen bis zu zehn Zentimeter Schnee fallen. In weiten Teilen des Landes soll es dann in der Nacht zum Samstag schneien. Schon auf 200 Metern könne es weiß werden .Auch die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erwartet ein winterlicher Freitag, zeitweise mit Schneefall.

Wetter in Deutschland: Schnee-Walze zieht weiter über Deutschland, weitere Regionen betroffen

Update vom 31. März, 22.32 Uhr: Nach dem ersten Schnee im Norden des Landes kommen der Schnee und die Glätte in der Nacht in die Mitte des Landes, meldet wetter.com. Der Süden bleibt vorerst noch verschont, hier regnet es weiter. Nur an den Alpen gibt es ebenfalls Schneefall.

Nachts und am Morgen kommt es, außer im Süden und an Küstenabschnitten, dann zu frostigen Temperaturen zwischen null und minus drei Grad. Der DWD warnt daher vor „Glätte durch Schneematsch, gebietsweise ein bis fünf Zentimeter Nassschnee, regional mehr.“ Die Schneefallgrenze sinkt in der Nacht auf 400 Meter. Am Donnerstag hatte es im Norden bereits Zugausfälle und Glätteunfälle gegeben (siehe Erstmeldung).

Winter-Wetter in Deutschland: Schnee-Comeback dehnt sich über ganz Deutschland aus

Erstmeldung vom 31. März, 13.40 Uhr: Offenbach - Der Winter feiert in Deutschland noch in diesem Frühjahr sein Comeback, über Nacht hatte sich bereits eine dünne Schneedecke über vielen Regionen in Norddeutschland ausgebreitet. Im Lauf des Donnerstags und in der Nacht zu Freitag soll sich das Winter-Comeback dann über weitere Regionen in Deutschland ausdehnen. Minustemperaturen und Frost könnten dann mitunter für Chaos auf den Straßen sorgen.

Winter-Wetter über ganz Deutschland: Schnee-Walze überzieht zahlreiche Regionen - Experte äußert Prognose

„Die Rache des Winters“ hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag seine Prognose betitelt: „Statt frühlingshaftem und sonnigen Wetter* mit warmen Temperaturen wie noch vergangene Woche wird das Wetter in Mitteleuropa durch einen massiven Kaltlufteinbruch bestimmt“, sagte Meteorologe Christian Herold in Offenbach. Also Pflanzen reinholen, Winterreifen drauf lassen und die Stiefel noch nicht in den Keller räumen. Auch die Heizung muss vielerorts wieder hochgedreht werden.

Schnee in Norddeutschland: Winter-Wetter sorgt am Donnerstag für Beeinträchtigungen im Nahverkehr

Ursache für den Wetterwechsel ist, dass sich der hohe Luftdruck Richtung Nordmeer und Grönland verlagert hat. Dadurch kann ein breiter Strom arktischer Kaltluft südwärts ausgreifen. An der Grenze der Luftmassen gab es am Donnerstag bereits bis zu sechs Zentimeter Neuschnee. „Mancherorts liegt der Schnee dort höher als im gesamten Winter“, sagte Herold. Laut DWD war das vor allem in Schleswig-Holstein der Fall, aber auch in Hamburg und Bremen.

Schnee in Hamburg
Ein Mann zieht bei Schneefall seine Tochter auf einem Schlitten zur Kindertagesstätte. © Daniel Bockwoldt/dpa

Der überraschende Wintereinbruch im Norden sorgte zwar für hübsche Bilder und vor allem Kinder dürften sich über das Comeback der Schlitten freuen, doch auch Störungen im Bahnverkehr beherrschten das Bild am frühen Morgen. Voraussichtlich bis in die Mittagsstunden werde es aufgrund der Winterwitterung Beeinträchtigungen vor allem im Raum Hamburg geben, teilte die Deutsche Bahn am Donnerstag auf ihren Internetseiten mit. Es kam auch zu Ausfällen im Fernverkehr.

Im Straßenverkehr war auf den Ein- und Ausfallstraßen Hamburgs die Lage am Donnerstagmorgen angespannt, wie ein Polizeisprecher sagte. Auch in Schleswig-Holstein kam es nach Polizeiangaben zu einigen Glätteunfällen.

Wetter in Deutschland: Frühling rückt in weite Ferne - Schneedecke überzieht zahlreiche Regionen

Obwohl der Frühling am vergangenen Wochenende einen Vorgeschmack auf Sonne und warme Temperaturen gegeben hatte, bleibt das Winter-Comeback auch in den nächsten Tagen vorherrschend. „Auch im Süden und in der Mitte sollte man die Winterreifen noch nicht wechseln“, rät der Meteorologe. Am Freitag schneit es in der Mitte Deutschlands, am Wochenende auch im Süden. Selbst in tiefen Lagen könne sich eine dünne Schneedecke bilden. Richtig winterlich wird es in den zentralen Mittelgebirgen, dort können zehn bis 15 Zentimeter Neuschnee fallen - örtlich auch mehr.

Es wird maximal ein bis sieben Grad warm. Durch den stark böigen Nordostwind dürfte sich das noch kälter anfühlen, als es ist, wie Herold sagte. „In den Nächten sollte man empfindliche Pflanzen lieber reinholen.“ Denn die Temperaturen sinken auf Tiefstwerte bis zu minus acht Grad.

In sehr weite Ferne dürfte der Frühling allerdings nicht rücken, für die neue Woche besteht Hoffnung: „In der kommenden Woche wird es im Süden allmählich wieder wärmer, wodurch die Temperaturen dort ein für die Jahreszeit normales Niveau erreichen“, sagte Herold. Im Norden hält sich die kalte Luft noch länger. Außerdem werden die ersten Apriltage nass. „Eine Trendwende zurück zu warmem und sonnigem Wetter ist derzeit nicht in Sicht.“*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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