Wieder brutale Übergriffe auf Berliner Bahnhöfen

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Der Tatort: der Berliner S-Bahnhof Schöneweide

Berlin - Die Serie brutaler Übergriffe in der Berliner S- und U-Bahn reißt nicht ab. Nachdem am Samstag ein 22-Jähriger  von zwei Männern brutal zusammengeschlagen worden ist, ging am Sonntag ein Mann mit einem Messer auf einen 38-Jährigen los.

Schon am Samstagmorgen hatten zwei Männer einer 18-Jährigen in der U-Bahn in Schöneberg das Handy gestohlen und die junge Frau geschlagen. In der Nacht zum Sonntag wurde ein Pärchen von drei Tätern U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz im Berliner Ortsteil Biesdorf attackiert.

Der 22-Jährige war am Samstagmorgen mit zwei unbekannten Männern am S-Bahnhof Schöneweide aus bislang ungeklärter Ursache in Streit geraten. Die Auseinandersetzung eskalierte, der 22-Jährige wurde zu Boden gestoßen und mit Fußtritten gegen den Kopf traktiert.

Ein 28 Jahre alter Zeuge rief die Polizei. Die Täter konnten jedoch flüchten, bevor die Beamten eintrafen. Der junge Mann musste mit einem Jochbeinbruch, einem Nasenbruch und einem angebrochenen Kieferknochen ins Krankenhaus gebracht werden. Am Samstagabend wurden er und der Zeuge vernommen. Daraus hätten sich neue Erkenntnisse ergeben, sagte ein Polizeisprecher. Details wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen.

Mann geht mit Messer auf 38-Jährgen los

Am Sonntagmorgen ging in der Ringbahn zwischen den Bahnhöfen Treptower Park und Ostkreuz ein 30-Jähriger auf einen Mann los. Mit den Worten “Ich steche dir die Augen aus“ habe der Angreifer mehrfach versucht, in den Kopf des 38-Jährigen zu stechen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die Männer hatten zuvor gestritten.

Der Mann aus Spandau wehrte den Angreifer mit einem Tritt in den Bauch ab, woraufhin dieser stürzte und sich mit dem Messer selbst verletzte. Polizisten nahmen den Messerstecher am Bahnhof Ostkreuz zunächst fest. Der Mann wurde auf freien Fuß gesetzt, weil er laut Polizei einen festen Wohnsitz in Neukölln hat. Gegen ihn wird wegen versuchter schwerer Körperverletzung ermittelt.

Bereits am Samstagmorgen war eine 18-Jährige in der U-Bahnlinie 7 zwischen den Bahnhöfen Kleistpark und Eisenacher Straße in Schöneberg überfallen worden. Die junge Frau hörte Musik mit ihrem Mobiltelefon, als sich plötzlich zwei Männer neben sie setzten. Sie drückten ihr gewaltsam den Mund zusammen und die Beine auf die Sitzbank. Dann stahlen sie das Handy und schlugen ihr ins Gesicht.

Die Täter entkamen unerkannt. Laut Polizei zeichneten Überwachungskameras den Überfall auf, die Bilder würden derzeit ausgewertet.

Immer wieder Gewalttaten an Berliner Bahnhöfen

In der Nacht zu Sonntag wurde dann ein Pärchen am U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz angegriffen. Drei Männer hätten die beiden angepöbelt und dann den Mann geschlagen und getreten, sagte eine Polizeisprecherin. Dabei wurde er leicht verletzt. Als die Polizei die Angreifer vom Opfer trennen wollten, leisteten die Männer Widerstand. Drei Polizisten wurden leicht verletzt.

In Berlin ist es in den vergangenen Monaten immer wieder zu brutalen Übergriffen auf Bahnhöfen gekommen. Erst am Freitag hatten Verwandte und Freunde bei einer Trauerfeier Abschied von einem 23-Jährigen genommen, der auf der Flucht vor Angreifern auf dem U-Bahnhof Kaiserdamm in Charlottenburg auf der Straße von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden war.

dapd

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