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Wetter-Prognose Frühling: Kalte Luftmassen auf dem Weg nach Deutschland - Experte kündigt Temperatursturz an

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Von: Martina Lippl

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Eine Taube auf einem Geländer in Sülz. Köln A pigeon on a railing in Sülz cologne 05.12.2017
Graupel- und Schneeschauer: Bei den aktuellen Wetteraussichten stellen sich einigen wohl die Rückenfedern - pardon, - haare auf. © Christoph Hardt/imago

Sonne und kaum ein Wölkchen sind diese Woche angesagt. Aber ab Ende März gibt es einen herben Frühlings-Dämpfer. Polarluft ist auf dem Kurs nach Deutschland.

München – Noch herrscht traumhaftes Wetter* in Deutschland. Die März-Sonne ist auf Rekordkurs. Mehr als 165 Sonnenstunden sind schon gemessen worden. Ob der März 2022 in die Wettergeschichte eingeht, wird sich zeigen. Doch die Wetterlage stellt sich um. Nach der extrem langen Hochdruck-Lage kein Wunder. Ende März sieht es nach einem Polarlufteinbruch aus, so Meteorologe Bernd Madlener von wetter.com.

Polarluft dämpft Frühlingsfeeling im März: Schnee- und Graupelschauer sind angesagt

Eine Kaltfront über der Ostsee lenkt kältere Polarluft vor allem in den Norden und Osten, teilt auch Meteorologe Fabian Ruhnau vom wetterkanal.kachelmannwetter.com mit. „Dienstag rückt uns dann mehr Tiefdruck auf die Pelle“, beschreibt es der Wetterexperte. Mit teils kräftigen Schnee*- und Graupelgewittern sei dann zu rechnen. Der Grund dafür: Temperaturunterschiede zwischen Boden und Luft sorgen für eine unstabile Wetterlage. Von Skandinavien macht sich am Dienstag und Mittwoch „höhenkalte Luft“ auf den Weg. Die Temperaturen liegen bei Minus 40 Grad in circa 5,5 Kilometern Höhe. Ruhnau verweist auf das aktuelle ECMWF-Wettermodell. In einem tiefen Dunkelblau sind die Werte auf dieser Karte für den Dienstag (29. März) farblich gekennzeichnet. Noch ist allerdings unklar, wie weit diese Kaltluft bis nach Deutschland kommt, räumt der Meteorologe ein. Vor allem der Norden und Osten sind wohl momentan von dem Kälteeinbruch betroffen.

Wetter in Deutschland: Temperatursturz im Norden

Mit einzelnen Regenschauern* oder Graupelschauern im Norden rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag (28. März) in seiner aktuellen Trendprognose (Stand: 23. März). Höchstwerte im Norden gibt der DWD dann nur noch 7 bis 11 Grad an, sonst 11 bis 16 Grad. Im Südwesten bis zu 18 Grad. In der Nacht auf Dienstag gibt es dann vor allem im Norden und Osten Schauer, teils bis ganz runter als Schnee oder Graupel. An den Alpen fällt teils länger andauernder Regen, zum Morgen hin bis in die Täler auch in Schnee oder Schneeregen übergehend. Die Werte kühlen deutlich auf +5 bis -2 Grad ab. Einzelne Regen-, Schnee oder Graupelschauer gehören bis Mittwoch dazu. Nur im Südwesten Deutschlands bleibt es milder.

Kalte Luftmassen auf dem Kurs nach Deutschland

„Alle Aussagen zu nächster Woche sind mit Vorsicht zu genießen, da so ein Hoch* manchmal dann doch etwas stabiler ist, als es die Wettermodelle zunächst berechnen. Es kann also gut sein, dass Niederschläge nochmal weiter nach hinten geschoben werden“, erklärt Wetterexperte Dominik Jung von wetter.net. Auch wenn der aktuelle Trend eine Abkühlung ab Dienstag/Mittwoch in der nächsten Woche vorsieht.

Sonnigste März seit Messungen von 1951 in Deutschland

1953195,2 Sonnenstunden
2011185,5 Sonnenstunden
2014181,5 Sonnenstunden
2020175,8 Sonnenstunden
2003170,7 Sonnenstunden
bis 22. März 2022165 Sonnenstunden

(Quelle:wetterkanal.kachelmannwetter.de)

Wetter in Deutschland: So wird das Frühlingswetter im April 2022

„Vorsicht, ist die Mutter der Wettermodellkiste“, betont Fabian Ruhnau vom Wetterkanal. Bei seiner Wetterprognose für den April bleibt der Meteorologe noch vage. Niederschläge sind besonders schwierig vorherzusagen. Etwas Regen sei wohl drin, doch ob es sehr nass wird, sei noch unklar. Auch, ob die Temperaturen schnell wieder ansteigen.

„Ab dem 4. April wird es frühsommerlich“, prophezeit dagegen ein Kollege von wetter.com. Auch wenn es noch nicht sicher ist, könnte es viel Sonnenschein und bis zu 25 Grad geben. Doch bis zum April ist noch etwas Zeit. Bleibt abzuwarten, wie sich die Wetterlage in Deutschland entwickelt. Indes sorgt in Italien ein ungewöhnliches Wetter-Pänomen für Aufsehen. Aufnahmen aus Venedig machen einen stutzig. Der Wasserspiegel in der Lagunenstadt ist bei Ebbe extrem niedrig. (ml) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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