Urzeit-Vorfahren hatten Beine

Forscher entdecken Fossilien, die beweisen, dass Wale früher an Land gehen konnten

Titel der Zeitschrift „Science“ (Bd. 293, S. 2239) zeigt einen Walvorfahren, der anhand von 47 Milllionen Jahren alten Fossilien aus Pakistan visulisiert wurde.
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Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Vorfahren der heutigen Wale an Land lebten und auf Beinen gingen.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die urzeitlichen Vorfahren heutiger Wale einst an Land lebten und Beine hatten.

Kairo/Ohio - Wale hatten einst vier Beine und gingen an Land - eine ulkige Vorstellung, doch das ist das Ergebnis der Forschungen ägyptischer Wissenschaftler. Sie haben jahrelang ein Fossil untersucht (*FNP berichtete), das 2008 in der Wüste gefunden wurde. Die Ergebnisse stellte das Team jüngst in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B vor.

Die vierbeinige Wal-Spezies soll laut Wissenschaftlern vor etwa 43 Millionen Jahren gelebt haben. Ihre Entdeckung gibt Aufschlüsse darüber, wie sie sich vom pflanzenfressenden Landsäuger zum fleischfressenden Meeresgiganten entwickelt haben. Wie tweaktown.com berichtet, ist der jüngste Fund Teil einer Evolutionsreihe von Wal-Spezies, die in der Urzeit mit vier Gliedmaßen an Land gingen.

Urzeit-Wale: Verwandt mit Kühen und Kamelen

Eine weitere interessante Erkenntnis machten Forscher in den USA: Eine Studie aus Ohio zeigt, dass sowohl Kühe, als auch Kamele und Giraffen nahe Verwandte der Wale sind. Das wissenschaftliche Team unter der Leitung des Paläontologen Hans Thewissen stellte unabhängig von den Erkenntnissen des ägyptischen Forscherteams ebenfalls fest, dass Urzeit-Wale keine reinen Meeresbewohner waren, sondern Beine hatten und sogar an Land lebten, wie tweaktown.com berichtet.

Die Forscher der Universität Ohio untersuchten dazu laut faz.net 50 Millionen Jahre alte Fossilien von zwei Tieren aus Pakistan. Zum einen analysierten sie Pakicetus attocki, der etwa so groß war wie ein Wolf, und einen Wal mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Ichthyolestes pinfoldi, der so groß war wie ein Fuchs.

Der Kopf des Wal-Urahnen war ähnlich wie bei Hunden langgezogen, die Hinterbeine kräftig, ihre Knöchel flexibel. Üblicherweise geht die Wissenschaft davon aus, dass sich Tiere vom Wasser aus zu Landlebewesen entwickelten. In diesem Fall war es wohl jedoch umgekehrt. *FNP ist ein Angebot von IPPEN.Media.

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