Vulkan Merapi: Tausende Bewohner kehren in Dörfer zurück

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Die Menschen in der Vulkangegend kehren in zerstörte Dörfer zurück.

Merapi - Dank der nachlassenden Aktivität des indonesischen Vulkans Merapi sind am Montag Tausende Menschen in ihre Dörfer zurückgekehrt. Der gesamte Besitz der Betroffenen ist verbrannt.

Zuvor hatte die Regierung die Gefahrenzone auf einen Umkreis von zehn Kilometer um den Krater eingegrenzt, nachdem sie eine Woche lang 20 Kilometer betragen hatte. Den mehr als 390.000 Menschen, die fast drei Wochen in überfüllten Notunterkünften hatten ausharren müssen, bot sich bei ihrer Rückkehr jedoch ein ernüchterndes Bild. Fast der gesamte Besitz der Menschen sei verbrannt, sagte Lilik Sujati, Bürgermeister des Dorfes Jati. Die Häuser seien mit dicken Ascheschichten bedeckt und die Felder nicht mehr zu bewirtschaften. “Wir müssen einen Weg finden, ihnen zu helfen,“ sagte er. “Viele haben nichts zu essen.“

Tödlicher Ascheregen am Vulkan Merapi - Bilder

Tödlicher Ascheregen am Vulkan Merapi

Unterdessen spie der Merapi trotz abgeschwächter Aktivität nach Angaben des staatlichen Vulkanologen Surono auch am Montag Asche und Gesteinsbrocken aus. Die Zahl der Toten seit dem Ausbruch des Merapi vor knapp drei Wochen stieg nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde auf mindestens 259. Der aktuelle Vulkanausbruch ist der verheerendste seit 80 Jahren. 1994 kamen bei einem Ausbruch des Merapi 60 Menschen ums Leben, 1930 verbrannten mehr als ein Dutzend Dörfer und bis zu 1.300 Menschen wurden getötet.

dapd

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