Die verschwundenen Geldkoffer sind wieder da

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Erster Polizeihauptkommissar Stefan Haschke (v-l), Leiter der Polizeiinspektion Bad Kissingen, und der Sachbearbeiter der Kripo Schweinfurt, Kriminalhauptkommissar Thomas Brandl, mit den Geldkoffern

Oberthulba - Unterfränkischer Krimi: Drei Geldkoffer mit einer Million Euro verschwinden aus einem fahrenden Transporter. Die Polizei sucht fieberhaft, findet nichts. Zwei Tage nach ihrem Verschwinden sind die Behälter wieder da - ein Bundeswehrsoldat hatte sie mitgenommen.

Die aus einem Geldtransporter verschwundenen Koffer mit einer Million Euro sind wieder aufgetaucht. Wie die Polizei in Würzburg mitteilte, gab ein Soldat der Bundeswehr die Behälter am Mittwochvormittag bei der Polizei in Bad Kissingen ab. Der 41-Jährige gab an, die Koffer an der Autobahnauffahrt gefunden und mitgenommen zu haben. Warum er das tat und warum er sie erst zwei Tage später bei der Polizei abgab, war zunächst unklar. Die Polizei in Bad Kissingen vernahm den Mann.

Die zuständige Staatsanwaltschaft werde in den nächsten Wochen prüfen, ob der Mann sich der “Fundunterschlagung“ schuldig gemacht hat, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Rainer Vogt. Komme die Staatsanwaltschaft zu dem Schluss, der Soldat habe die Koffer “endgültig behalten“ wollen, werde sie Anklage gegen ihn erheben. Dann droht dem 41-Jährigen eine Verurteilung wegen Unterschlagung mit einer Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

Seit dem Verschwinden der Koffer am Montag hatte die Kripo auf Hochtouren ermittelt. Die Beamten suchten an der Autobahn 7 den Weg ab, den der Transporter zurückgelegt hatte. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz - die Koffer blieben jedoch verschwunden.

Viele Zeugen halfen der Polizei, den Fall aufzuklären: Einer gab an, die Behälter aus dem Transporter fallen gesehen zu haben. Einige Menschen sahen die Koffer tatsächlich an der Anschlussstelle Bad Kissingen/Oberthulba liegen. Ein Zeuge gab den Beamten den entscheidenden Tipp: Er beobachtete, wie ein Militärfahrzeug anhielt und jemand etwas einlud. Daraufhin ermittelten die Beamten auch bei der Bundeswehr.

Der Geldtransporter war am Montagmorgen von Oberthulba im Kreis Bad Kissingen aus auf der Autobahn 7 in Richtung Süden unterwegs, als die Fahrer durch einen akustischen Alarm auf eine offenstehende Tür aufmerksam gemacht wurden. Daraufhin stellten sie fest, dass drei Geldkoffer fehlten.

dpa

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