Skurriler Polizeieinsatz in Bremen

Vermeintlicher Einbrecher entpuppt sich als was ganz anderes

Bremen - Weil sie verdächtige Geräusche hörte, rief eine Frau in Bremen die Polizei. Die fand den wahren Grund schnell - und amüsierte sich köstlich.

Die Bewohnerin eines Hauses in Bremen hörte in der Nacht zum Dienstag verdächtige Geräusche, die sie als Bohrlärm interpretierte, wie die Beamten in der Hansestadt mitteilten. Aus Angst, dass sich Einbrecher an ihrer Tür zu schaffen machten, wählte sie den Notruf.

Die Einsatzzentrale setzte zwei Streifenwagen im Marsch, die Beamten entdeckten jedoch nichts Verdächtiges. Allerdings hörten auch sie die merkwürdigen Geräusche.

Bei einem Kontrollgang mit der Besitzerin fanden sie die Ursache - einen eingeschalteten Vibrator in der Badewanne, dessen Schwingungen den Lärm auslösten. „Der Eindringling lag in der Wanne, war blau angelaufen und zuckte unkontrolliert“, heißt es im offiziellen Polizeibericht. Wie sich herausstellte, war die Frau selbst die Eigentümerin des Spaßstabes, bei dem es sich um das Modell 'Blauer Maulwurf'" handelte, wie die akribisch arbeitenden Beamten vermerkten.

„Nachdem der Eindringling gestellt wurde, rückten die Einsatzkräfte wieder ab und verzichteten auf eine Spurensuche", heißt es weiter.

Als Anlass für Spott wollten sie den Vorfall im Stadtteil Vahr aber nicht verstanden wissen: Auch wenn die Sache harmlos ausgegangen sei, sollten sich Menschen bei verdächtigen Geräuschen nie scheuen, die Polizei zu rufen.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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