Er ließ einfach nicht locker

90 Kilometer auf der Autobahn: Dieser Lkw-Fahrer liefert sich irre Verfolgungsjagd

+
Ein betrunkener Lkw-Fahrer ließ sich einfach nicht stoppen und lieferte sich mit der Polizei eine Verfolgungsjagd über 90 Kilometer auf der Autobahn.

Eine waschechte Verfolgungsjagd über 90 Kilometer Autobahn hat sich ein Lkw-Fahrer am mit der Polizei geliefert. Mehrfach versuchten die Beamten den Fahrer zum Anhalten zu bewegen.

Landkreis Harburg / A1 - Eine filmreife, circa 90 Kilometer lange Verfolgungsjagd mit der Polizei lieferte sich ein betrunkener Lkw-Fahrer am Samstagabend auf der Autobahn.

Vorab hatten Zeugen die litauische Sattelzugmaschine mit Anhänger auf der A1 bei Bremen in Richtung Hamburg fahrend bei der Polizei gemeldet.

Zeugen meldeten den LKW bei der Polizei: Was hatte sie stutzig gemacht?

Mehrere Versuche der Polizei, den betrunkenen Lkw-Fahrer zu stoppen, verliefen erfolglos (Symbolbild)

Der Lkw war anderen Verkehrsteilnehmern aufgefallen, weil die Zugmaschine unbeleuchtet und in Schlangenlinien über sämtliche Fahrstreifen der Autobahn fuhr. Die alarmierte Polizei unternahm mehrere erfolglose Versuche, den scheinbar betrunkenen Lkw-Fahrer aus Weißrussland zum Anhalten zu bringen.

Die Beamten sahen sich daher gezwungen, einen unfreiwilligen Stopp an der Anschlussstelle Hittfeld durch die Autobahnwachen in Sittensen und Winsen vorzubereiten. 

Um die anderen Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden, wurde der unbeteiligte Fahrzeugverkehr durch Funkstreifenwagen aufgenommen und von der Sattelzugmaschine ferngehalten.

Nach 90 Kilometer Verfolgungsjagd: So erzwang die Polizei den filmreifen Stopp

Der sogenannte „Stop Stick“ wird speziell bei Verfolgungsjagden eingesetzt. Das Fahrzeug bleibt hier manövrierfähig.

Beamte der Autobahnwache Winsen gelang es, in Höhe des Parkplatzes Hittfeld, einen sogenannten„Stop-Stick“ vor das Fahrzeug auf die Straße zu bringen. Der zusammengeklappt „Stop-Stick“ ist einen Meter lang und so konstruiert, dass das gestoppte Fahrzeug manövrierfähig bleibt und der Reifen nicht zum Platzen kommt. 

Nachdem der litauische Lkw den Stop-Stick überfahren hatte, verlor das Fahrzeug Luft aus dem betroffenen Reifen. Daraufhin lenkte der Fahrer sein Gespann an der Anschlussstelle Hittfeld von der Autobahn herunter. Im Einmündungsbereich der Jesteburger Straße konnte der betrunkene Weißrusse von den Einsatzkräften endlich gestoppt werden. 

Betrunkener Lkw-Fahrer leistete erheblichen  Widerstand gegen Festnahme

Zunächst hielten die Beamten den 39-jährige Fahrzeugführer in der Fahrerkabine fest. Dieser leistete hierbei jedoch Widerstand gegen die polizeilichen Maßnahmen.

Zu guter Letzt musste er aus der Kabine gezogen und mit Handfesseln in Polizeigewahrsam genommen werden. Der anschließende Alkoholtest ergab stolze 2,21 Promille. 

Fazit der Verfolgungsjagd: Führerschein futsch, ein Polizist verletzt

Zu allem Überfluss rollte der Lkw während der Festnahme gegen einen quer vor ihm stehenden Funkstreifenwagen, in dem ein Polizeibeamter saß. Dieser wurde bei dem Zusammenstoß eingeklemmt und  leicht verletzt. Der 46-jährige Polizeibeamte erlitt Prellungen am Schienbein und konnte seinen Dienst nicht fortführen.

Für die Unfallaufnahme und das Abschleppen des Lkw-Gespanns war die Anschlussstelle Hittfeld für drei Stunden gesperrt. Nach einer Blutprobe wurde dem Lkw-Fahrer aus Weißrussland der Führerschein abgenommen. Er verblieb zur Ausnüchterung in Polizeigewahrsam.

Auch in Bremen gab es auf den Straßen wilde Szenen. Gleich sechs Autos nahm ein betrunkener Autofahrer in der Neustadt Bremen am späten Montagabend mit - die Straße glich einem Trümmerfeld, wie nordbuzz.de* berichtet.

Zudem hält ein Unbekannter einen Bremer Stadteil in Atem. Er schoss von einem Hochhaus-Balkon auf einen Autofahrer. Polizei und SEK fahnden nach dem mutmaßlichen Scharfschützen.

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare