Sorgerechtsstreit mit der Mutter

Vater erstickt Sohn (6) im Kinderbett

Rheinfelden - Wohl aus Verzweiflung hat ein Vater seinen sechsjährigen Sohn in dessen Kinderbett erstickt. Gänzlich geglückt ist dem 48-Jährigen sein tödlicher Plan jedoch nicht.

Ein Vater hat in Rheinfelden in Baden-Württemberg vermutlich seinen sechsjährigen Sohn erstickt und danach versucht, sich selbst zu töten. Wie ein Polizeisprecher am Samstag sagte, deuten erste Ermittlungen auf einen Sorgerechtsstreit hin. Demnach soll der 48 Jahre alte Mann am Tag vor der Tat erfahren haben, dass er kein Sorgerecht für seinen Sohn bekommen werde. Er soll sich erst wenige Tagen zuvor von der 38 Jahre alten Mutter des Kindes getrennt haben.

Ein Familienangehöriger hatte am Freitag die Polizei alarmiert, weil der 48-Jährige nicht erreichbar war. Daraufhin fuhren eine Polizeistreife und die Feuerwehr zur Wohnung des Mannes.

Vater lag bewusstlos in der Badewanne

Die Einsatzkräfte hievten einen Rollladen hoch und erkannten den Vater durch das Fenster. Er lag bewegungslos in der Badewanne, wie ein Polizeisprecher sagte. Daraufhin brachen sie eine Tür auf und stürmten die Wohnung. Dort fanden die Beamten den bewusstlosen Mann - er hatte versucht sich selbst umzubringen. Der Sechsjährige lag tot in seinem Bett im Kinderzimmer. Äußere Verletzungen hatte der Junge nicht, eine Obduktion ergab, dass das Kind erstickt war.

Der Vater des Kindes wurde den Angaben zufolge von einem Notarzt wiederbelebt. Er kam in ein Krankenhaus, wo er seitdem von Beamten bewacht wird, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Ermittler rechnen damit, ihn frühestens am Montag vernehmen zu können. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Mann ein Verfahren wegen des Verdachts des Totschlags eröffnet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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