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Coolio ist tot: Ärzte kämpften 45 Minuten um sein Leben

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Von: Tobias Utz

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Der US-Rapper Coolio ist tot. Er wurde nur 59 Jahre alt. Die Musikszene reagiert bestürzt auf die Nachricht.

Update vom Freitag, 30. September, 08.15 Uhr: Nach dem Tod von Rapper Coolio laufen die Untersuchungen zur Todesursache. Am Donnerstag kündigten die Ermittlungsbehörden eine Autopsie an. Ärzte, die Coolio auf einer Toilette eines Wohnhauses in Los Angeles fanden, gingen zunächst von einem Herzstillstand aus. Das berichtet das US-Nachrichtenportal TMZ. Weiter heißt es in einem Bericht, dass die Mediziner rund 45 Minuten um das Leben des Rappers kämpften. Demnach blieben zahlreiche Herz-Lungen-Wiederbelebungsversuche jedoch erfolglos. Die Behörden wollen sich noch zum aktuellen Stand der Ermittlungen äußern.

Rapper Coolio ist tot.
Rapper Coolio ist tot. © MediaPunch/imago

+++ 18.00 Uhr: Rapper Coolio ist tot. Der Sänger des bekannten Songs „Gangsta´s Paradise“ wurde nur 59 Jahre alt. Die ersten Mutmaßungen zur Todesursache bislang: Herzinfarkt. Ob Medikamente oder Drogen im Spiel waren, ist nicht bekannt. Bereits in seiner Jugend entwickelte er Drogenprobleme mit regelmäßigen Besuchen in Entzugskliniken, berichtete das Musikmagazin Rolling Stone. Die genauen Ermittlungen laufen derzeit. Noch kurz vor seinem Tod war der Rapper beim „Riot Music Festival“ im Chicago Park District in Illinois aufgetreten. Er hinterlässt sechs Kinder, vier davon gemeinsam mit seiner Ex-Frau Josefa Salina.

US-Rapper Coolio ist tot: „Genau da, wo er jetzt ist, Gangsta´s Paradise“

Update vom Donnerstag, 29. September, 13.00 Uhr: Der Tod von Rapper Coolio löst nicht nur in der Musikszene tiefe Bestürzung aus. Unzählige prominente Persönlichkeiten erwiesen dem Interpreten eines der erfolgreichsten Rap-Songs aller Zeiten schriftlich die letzte Ehre. „Ich habe deinen Weg an die Spitze aus der ersten Reihe verfolgt. Ruhe in Frieden“, schrieb Rapper-Kollege Ice Cube auf Twitter stellvertretend für eine ganze Branche. Basketball-Superstar LeBron James bezog sich bei seiner Kondolenz auf eben jenen Hit von Coolio: „Genau da, wo er jetzt ist, Gangsta´s Paradise.“

Auch Michelle Pfeiffer, auf deren Soundtrack „Dangerous Minds“ der Song „Gangsta´s Paradise“ veröffentlicht wurde, teilte ihre Gefühle mit Millionen Nutzerinnen und Nutzern in den sozialen Netzwerken. „Wie einige von euch wissen, durfte ich mit ihm für Dangerous Minds 1995 zusammenarbeiten. Er gewann einen Grammy für seinen brillianten Song – was aus meiner Sicht der Grund für den Erfolg des Films war. Ich kannte ihn nur als gnädigen Menschen. Auch 30 Jahre später bekomme ich immer noch Gänsehaut, wenn ich den Song höre“, schrieb Pfeiffer.

Coolio ist tot: „Friedliche Reise, Bruder“

Erstmeldung vom Donnerstag, 29. September, 4.45 Uhr: Rapper Coolio wurde am Mittwochnachmittag (28. September) tot in einer Toilette aufgefunden. Der Sänger des bekannten Songs „Gangsta´s Paradise“ wurde nur 59 Jahre alt. Das US-Nachrichtenportal TMZ berichtet, dass Artis Leon Ivey Jr., wie Coolio mit bürgerlichem Namen hieß, bei einem Freund zu Besuch war, als er leblos gefunden wurde. Das erklärte demnach Coolios Management. Die Sanitäter, die ihn für tot erklärten, gingen zunächst von einem Herzstillstand aus, die Ermittlungen laufen allerdings. Eine Autopsie soll die genaue Todesursache klären.

Rapper Coolio ist tot – Er wurde 59 Jahre alt

Rapper Coolio machte sich in den frühen 1980er-Jahren einen Namen in der US-Rap-Szene. Sein erstes Soloalbum „It takes a thief“ war in den USA bereits ein Erfolg. Im Jahr 1995 veröffentlichte er „Gangsta‘s Paradise“, zunächst auf dem Soundtrack von „Dangerous Minds“ mit Michelle Pfeiffer. Der Track wurde schließlich einer der erfolgreichsten Rap-Songs aller Zeiten. Coolio trat jedoch nicht nur als Rapper auf: In mehreren Filmen, Serien und TV-Shows war er zu sehen – auch in Deutschland: Im Jahr 2004 war er Teil der ProSieben-Show „Comeback – Die große Chance“. Darin belegte er den dritten Platz.

Mehrere prominente Personen der Musikszene reagierten bestürzt auf die Nachricht von Coolios Tod. „Das sind traurige Nachrichten“, schrieb beispielsweise Rapper Ice Cube auf Twitter. Musiker Questlove äußerte sich auf Instagram: „Friedliche Reise, Bruder.“ (tu mit dpa/AFP)

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