Überflutungen und Schlammmassen

Hochwasser in NRW: Feuerwehrmann stirbt bei Rettungseinsatz - Großstadt ruft Notstand aus

Starkregen und schwere Gewitter: Der DWD warnt vor schwerem Unwetter in NRW. In Köln tritt der Rhein über die Ufer, Düsseldorf evakuiert wegen Hochwasser einen Stadtteil. In einer Stadt sieht es besonders schlimm aus.

+++ Dieser Ticker zum Hochwasser in Nordrhein-Westfalen ist beendet. Alle weiteren Entwicklungen zur Flut-Katastrophe in NRW lesen Sie fortan in diesem News-Ticker. +++

Update vom 15. Juli, 07.27 Uhr: Die heftigen Unwetter haben im Sauerland ein weiteres Todesopfer (siehe Update vom 14. Juli, 20.05 Uhr) gefordert. In der Nacht zum Donnerstag starb ein weiterer Feuerwehrmann im Einsatz gegen die Fluten.

Update vom 14. Juli, 23 Uhr: Überschwemmungen haben weite Teile des Rheinlandes und Sauerlandes in Nordrhein-Westfalen im Griff. Bei Twitter kursiert ein Video, das einen waghalsigen Rettungseinsatz der Feuerwehr mitten im Hochwasser von Stolberg bei Aachen* zeigt.

Update vom 14. Juli, 22 Uhr: Das schwere Unwetter mit heftigem Starkregen, Hochwasser und Überschwemmungen setzt immer mehr den Verkehr in NRW lahm. Wie der WDR berichtet, droht die Autobahn A61 im Bereich zwischen dem Kreuz Meckenheim und dem Autobahndreieck Sinzig abzusacken. Der Grund sei ein eingebrochener Stützpfeiler. Die Autobahn aus Richtung Mönchengladbach nach Koblenz ist deshalb in diesem Bereich gesperrt. Auch auf der Überfahrt von der A555 aus Bonn kommend auf die A4 nach Aachen ging am Mittwochabend wegen der Überschwemmungen nichts mehr.

Hochwasser und Überschwemmungen in NRW: In Altena stirbt ein Feuerwehrmann im Rettungseinsatz

Update vom 14. Juli, 20.05 Uhr: Bittere Nachrichten aus NRW: Bei Rettungsarbeiten nach dem Starkregen ist in der Kleinstadt Altena ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei im Märkischen Kreis. Zuvor hatte bereits der WDR von dem tragischen Fall berichtet. Der Feuerwehrmann soll ertrunken sein. Er sei von den Fluten mitgerissen worden und dabei ertrunken.

„Wir gehen derzeit von einem tragischen Unfall aus“, erklärte ein Polizeisprecher: „Der Stadtteil Nette war seit den Mittagsstunden im Fokus der Feuerwehr. Da drückt das Wasser von allen Seiten.“ Die Kleinstadt mit knapp 18.000 Einwohnern ist wegen der Überschwemmungen und Schlammmassen von der Außenwelt abgeschnitten. Alle Zufahrtsstraßen sind abgeriegelt. Altena liegt im Sauerland am Fluss Lenne. Und zwar in Hanglage. Wie der WDR weiter berichtet, seien Wasser- und Schlammmassen auch von den darüberliegenden Hängen in die Kleinstadt gerutscht.

Hochwasser und Überschwemmungen in NRW: Notstand in Hagen ausgerufen

Update vom 14. Juli, 19.50 Uhr: Die besonders schwer von den Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen betroffene Stadt Hagen hat mittlerweile den Notstand ausgerufen. Hilfe durch die Bundeswehr ist angefordert. Die Soldaten sollen helfen, Straßen, Zufahrtswege und Infrastruktur wieder freizuräumen. Einzelne Straßenzüge werden Berichten zufolge evakuiert.

Die Polizei Hagen schrieb am Nachmittag bei Twitter: „Bitte helfen Sie anderen in Not & wählen Sie im Zweifelsfall den Notruf. Schauen Sie auch nach Nachbarn und fragen Sie nach, ob alles ok ist. Dies ist vor allem bei älteren Menschen/Personen mit Erkrankungen etc. wichtig, die nicht fit sind.“

Schweres Unwetter: Ein überflutetes Seniorenzentrum in Hagen.

Hochwasser und Überschwemmungen in NRW: Überflutung in Stadtteil von Aachen befürchtet

Update vom 14. Juli, 19.10 Uhr: Durch die heftigen Regenfälle droht eine Überflutung des historischen Stadtkerns von Kornelimünster in Aachen. Das berichtet das Nachrichtenportal 24rhein.de*. Der Pegel im Fluss Inde in dem Stadtteil steigt weiter, Überschwemmungen werden befürchtet. Die Feuerwehr bereite eine Notunterkunft vor, heißt es weiter. Kornelimünster hat einen historischen Ortskern und liegt im Südosten der 250.000-Einwohner-Stadt Aachen.

Update vom 14. Juli, 18 Uhr: Das aktuelle Unwetter in Deutschland mit Starkregen, Überschwemmungen und Hochwasser hat den Westen der Bundesrepublik fest im Griff. Auch im Straßenverkehr kommt es vielerorts zu erheblichen Beeinträchtigungen. So wurde laut Nachrichtenportal 24rhein.de die Autobahn A44 ab dem Kreuz Düsseldorf-Nord in beide Fahrtrichtungen gesperrt*. Wer trotz des Unwetters hier unterwegs ist, wird umgeleitet.

Hochwasser und Überschwemmungen in NRW: Höchste Unwetter-Warnung für das Rheinland

Update vom 14. Juli, 17.30 Uhr: Das Wetter in Deutschland* bleibt im Juli extrem: Für Mittwochabend hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Unwetter-Warnung* der höchsten Stufe für das Rheinland zwischen Aachen, Düsseldorf, Köln und Bonn sowie für das westliche Rheinland-Pfalz sowie das Saarland ausgegeben. Dort soll es weiterhin stark regnen mit erheblichen Niederschlagsmengen. In Saarbrücken wird zur Stunde vergeblich versucht, wegen des Hochwassers ein Schwimmschiff zu bergen.

Erstmeldung vom 14. Juli: München/Köln/Düsseldorf - Alarm in NRW! Der Starkregen* hat in vielen Teilen Nordrhein-Westfalens für Überschwemmungen und Hochwasser gesorgt. Besonders dramatisch ist die Lage in Hagen. Schlamm- und Wassermassen* haben einen Stadtteil laut Der Westen komplett überschwemmt.

Hochwasser und Überschwemmungen in NRW: Hagen bittet Bundeswehr um Hilfe, Düsseldorf reagiert

Die Stadt hat nun sogar die Bundeswehr um Hilfe gebeten, Infrastruktur von Schlammmassen zu befreien und Straßen freizuräumen. Teile der Innenstadt sind wegen des Hochwassers nicht mehr befahrbar. Videos und Fotos bei Social Media zeigen Straßenzüge, Autos und andere Fahrzeuge, die von den Wassermassen überflutet sind. Die Stadt hat wegen des extremen Unwetters erste Notunterkünfte für Bürger eingerichtet, die vorerst nicht zurück in ihre Häuser können.

Alarmierend ist die Lage auch in der Landeshauptstadt von NRW. In Düsseldorf (rund 620.000 Einwohner) hat der Krisenstab die Bürger der Ostpark-Siedlung dazu aufgefordert, ihre Häuser wegen der Überschwemmungen* „freiwillig zu verlassen“. Auch die Millionenstadt Köln (rund 1,08 Millionen Einwohner) kämpft gegen das Hochwasser*. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz, erste Stege werden gebaut. Vielerorts ist der Rhein schon über die Ufer getreten. Einzig am Mittwochmittag rückte die Kölner Feuerwehr eigenen Angaben zufolge zu rund 100 Einsätzen aus.

Hochwasser und Überschwemmungen in NRW: Sehr hohe Pegelstände wegen Dauerregen in Köln erwartet

Laut Kölner Express steht der Rheinmetropole die kniffligste Phase des Hochwassers erst noch bevor. So sollen die Pegel am Donnerstag nochmal deutlich steigen, morgens soll ein Wasserstand von etwa 5,70 Metern erreicht sein. Freitagfrüh wird demnach voraussichtlich ein Pegel von 7 Metern überschritten. Grund dafür ist der Dauerregen mit weiterhin teils sehr hohen Niederschlagsmengen in Teilen Deutschlands*. Auch Pegelstände von bis zu 8 Metern seien in Köln nicht auszuschließen.

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Auch die Infrastruktur ist im Rheinland mittlerweile erheblich vom Hochwasser beeinträchtigt. Stand Mittwochnachmittag ging auf der Überfahrt von der A555 aus Bonn kommend auf die A4 nach Aachen nichts mehr. Die Bahn hat derweil wegen der Überschwemmungen die Strecke zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Wuppertal-Vohwinkel gesperrt. Auch zwischen Herzogenrath und Aachen Hauptbahnhof gibt es momentan wegen des Unwetters keinen Bahnverkehr mehr. (pm) *Merkur.de und rhein24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Christopher Neundorf via www.imago-images.de

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