Dürre in Nordkorea

Unicef warnt vor tödlichen Folgen

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Unicef warnt eindringlich vor den tödlichen Folgen der extremen Dürre in Nordkorea. (Archivbild)

Pjöngjang - Nordkorea erlebt zur Zeit eine der schwersten Dürren seit hundert Jahren. Das UN-Hilfswerk warnt jetzt vor eventuell tödlichen Folgen für die Kinder in dem Land.

"Die Situation ist sehr dringlich", warnte der für Ostasien zuständige Unicef-Direktor Daniel Toole am Donnerstag. Sollte jetzt gehandelt werden, könnten Leben gerettet werden. Sollte dagegen gewartet werden, bis Ernteausfälle feststünden, könnte es bereits zu spät sein.

Nordkorea leidet derzeit unter einer schweren Dürre. In Staatsmedien war im Juni von der "schlimmsten Dürre seit hundert Jahren" die Rede. Unicef-Mitarbeiter berichteten nach Treffen mit örtlichen Gesundheitsbeamten von einer zunehmenden Zahl von an Durchfall leidenden Kindern. Einer Studie aus dem Jahr 2012 zufolge zeigte ein Viertel aller Kinder in Nordkorea Zeichen chronischer Unterernährung. Diese Kinder sind laut Unicef angesichts der Dürre besonders gefährdet.

Unicef kann nach eigenen Angaben nur schwer auf die Krise reagieren, da das Land derart abgeschottet ist. Das Kinderhilfswerk stellte aber nach eigenen Angaben bereits Nothilfevorräte in den am schwersten betroffenen Gegenden zur Verfügung.

afp

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