Ausgezeichnete Bilder

UNICEF: Das sind die Fotos des Jahres 2012

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Ein verängstigtes Mädchen in einem Krankenhaus im syrischen Aleppo: Platz 1 der Fotos des Jahres 2012

Berlin - Der italienische Fotograf Alessio Romenzi hat den internationalen Unicef-Wettbewerb „Foto des Jahres“ mit einer Szene aus dem Warteraum eines Krankenhauses im syrischen Aleppo gewonnen.

Das Sieger-Foto zeigt laut Unicef ein Mädchen, das zu Hause gestürzt war und an der Hand seines Vaters auf einen Arzt wartet - in einem Krankenhaus, das, wie die Blutspuren belegten, bereits mehrfach Angriffsziel gewesen sei. Mehr als 2,5 Millionen Menschen seien inzwischen von den Kämpfen in Syrien betroffen, die Hälfte von ihnen Kinder, so die UN-Organisation. Das Foto sei ein Appell an alle Konfliktparteien, internationales Recht einzuhalten, erklärte Unicef-Botschafterin Sabine Christiansen zur Preisverleihung am Dienstag in Berlin. „Dazu gehört vor allem, dass alle Kinder zu jeder Zeit geschützt werden.“

Auf den zweiten Platz kam der Inder Abhijit Nandi, der in einem Langzeitprojekt die Kinderarbeit in seiner Heimat dokumentiert - wie in der Aufnahme einer Seiltänzerin. Der dritte Platz ging an Andrea Gjestvang aus Norwegen, die ein amputiertes Opfer des Massakers auf der Insel Utøya porträtierte. Die Dänin Laerke Posselt blickte hinter die Kulissen von Schönheitswettbewerben in den USA. Dafür gab es den vierten Platz.

Das sind die UNICEF-Fotos des Jahres 2012

Das sind die UNICEF-Fotos des Jahres 2012

Der Sieger erhält eine Kamera und einen Fotoreportageauftrag des Magazins „Geo“. Unicef Deutschland würdigt mit dem Preis Fotografien und Fotoreportagen, die Kinder und ihre Lebensumstände auf herausragende Weise dokumentieren. Eine Nominierung durch einen renommierten Fotoexperten ist Voraussetzung für die Teilnahme. In diesem Jahr hatten 120 Fotografen aus 37 Ländern insgesamt 1300 Bilder eingereicht. Aus Deutschland erhielten die Fotografen Andrea Diefenbach (Moldawien, Land ohne Eltern) und Christian Werner (Türkei, Beschneidungsriten) eine ehrenvolle Erwähnung.

dpa

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