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Hochzeit mitten im Krieg: Ukrainisches Paar heiratet in Uniform

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Von: Monja Stolz

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Täglich gehen Bilder zerstörter Häuser und in Bunkern sitzender Menschen aus dem Ukraine-Krieg um die Welt. Doch es gibt auch Nachrichten, die Hoffnung machen.

Kiew – „Das Leben geht weiter! Und wir werden das Leben von Kiew, den Kiewern, unserem Staat schützen“, schreibt Vitali Klitschko unter einem kürzlich auf seiner Instagram-Seite geposteten Video. Der zweiminütige Clip zeigt die Hochzeit einer Soldatin und eines Soldaten mitten im eskalierten Ukraine-Konflikt* in der Nähe eines Checkpoints in Kiew.

Von einer Hochzeit in Nichtkriegszeiten scheint die Zeremonie weit entfernt: Die Braut trägt nicht etwa ein weißes Kleid, sondern ihre Armee-Uniform. Der Bräutigam hat einen Helm auf dem Kopf. Die Umstehenden, inklusive Vitali Klitschko, tragen schusssichere Westen. Die Stimmung während der Zeremonie wirkt wie ein Mix aus Anspannung und Freude: Sie lächelt, er schaut ernst. Mit der Hand auf dem Herzen singen die Anwesenden die Nationalhymne. Es wird gratuliert, dann auch gelacht.

Ukraine-Krieg: Sieben Soldatenpaare heiraten mit Beistand der Armee-Kollegen

Bei dem Paar in dem Video handelt es sich nicht um das einzige Soldaten-Paar, das sich während des Ukraine-Krieges das Jawort gibt. Wie die ukrainische Nationalgarde auf Instagram schrieb, heirateten in wenigen Tagen insgesamt sieben Wächterpaare. Die Bilder wirken dabei wie aus einer anderen Welt: Verliebt stehen die Frischvermählten vor Kriegsbarrikaden. Keine Blumen, keine Familienangehörige, dafür sind häufig die Armee-Kollegen vertreten. Auch im Krieg habe die Liebe ihren Platz, soll laut Nationalgarde eine der Bräute gesagt haben.

„Auch im Krieg hat die Liebe ihren Platz“, sagt eine der im Ukraine-Krieg heiratenden Soldatinnen.
Auch im Krieg habe die Liebe ihren Platz, sagt eine der im Ukraine-Krieg heiratenden Soldatinnen laut dem Instagram-Kanal der ukrainischen Nationalgarde. © Efrem Lukatsky/dpa

Die Hochzeitsbilder sind nicht die einzigen Nachrichten, die nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine Hoffnung schenken. Klitschko verweist unter seinem Instagram-Post auch auf 457 Babys, die in den vergangenen zehn Tagen in Kiew geboren wurden*. (Monja Stolz)*hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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