Verwüstung in der Ägäis

Schweres Erdbeben erschüttert Griechenland und Türkei: Tsunami trifft Millionenregion und Urlaubsinsel

Ein heftiges Erdbeben hat die West-Türkei und Teile Griechenlands erschüttert. Es folgte ein Tsunami der die Millionenregion sowie die Insel Samos traf.

  • Ein schweres Erdbeben in der Ägäis erschütterte die Türkei und Teile Griechenlands.
  • Die türkische Region Izmir und die griechische Insel Samos wurden heftig getroffen.
  • In der Folge des Bebens kam es zusätzlich zu einem Tsunami, der zum Teil drei Meter hohe Wellen mit sich brachte.

Izmir - In der Ägäis ereignete sich am Freitagmittag (30. Oktober) ein schweres Erdbeben. Mit der Stärke 7,0 traf es die türkische Region Izmir sowie die griechische Insel Samos. Auch durch große die Dauer des Bebens, Medien berichten von 30 Sekunden, kam es zu schlimmen Folgen. Bis zur griechischen Hauptstadt Athen soll es zu spüren gewesen sein.

Türkei: Schweres Erdbeben trifft Region Izmir - Wohl mindestens sechs Tote und 202 Verletzte

Informationen des türkischen Katastrophenschutzes zufolge sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen, weitere 202 seien verletzt. Sechs Gebäude waren in der Stadt Izmir eingestürzt, insgesamt 20 in der ganzen Region. Bilder und Videos zeigen, wie die Bevölkerung teils panisch auf die Straße gelaufen war. Unmittelbar nach dem Erdbeben begannen die Bürgerinnen und Bürger direkt mit der Soforthilfe. So konnten einige Personen aus den Trümmern befreit werden. Das Video vom Einsturz eines großen Wohnhauses war da bereits um die Welt gegangen.

West-Türkei von Erdbeben erschüttert: Präsident Erdogan verspricht Hilfe „mit allen Mitteln“

Präsident Erdogan, der sich nach dem Terroranschlag in Nizza in einem politischen Schlagabtausch befindet, hatte sich ebenfalls prompt zu Wort gemeldet und versprochen: „Mit allen Mitteln unseres Staates stehen wir unseren vom Erdbeben getroffenen Bürgern zur Seite. Wir haben Maßnahmen ergriffen, um mit allen relevanten Institutionen und Ministerien die notwendige Arbeit in der Region aufzunehmen.“

Wenig überraschend schloss sich dem auch Gesundheitsminister Fahrettin Koca an, der mitteilte, es seien 38 Krankenwagen, 35 Rettungsteams und zwei Rettungshubschrauber vor Ort gewesen. Unterstützung versprach kurz darauf auf EU-Ratspräsident Charles Michel.

Erdbeben trifft Türkei und Griechenland: Danach kommt Tsunami auf - Befürchtung bestätigt sich

Kurz nach dem Erdbeben bestätigte sich leider auch die frühe Sorge vieler Experten. Es war deutlich zu beobachten, wie sich das Wasser an den Küsten Izmirs und um die Insel Samos zurückzog - ein klares Zeichen für einen Tsunami, der vor allem die Urlaubsinsel kurze Zeit später heftig traf.

Insel Samos: Griechisches Urlaubsparadies von Tsunami überrollt - auch Izmir getroffen

Drei Meter hohe Wellen sollen Samos getroffen haben, wo das Beben schon zuvor eines der Wahrzeichen, die Kimsis Theotokou Kirche, in Teilen zerstört hatte. Auch die türkische Region wurde überflutet. Viele Orte kämpfen nun mit den Folgen von Flut und Beben.

Türkei und Griechenland: Cem Özdemir (Die Grünen) nimmt Anteil nach Beben - „Vor Ländergrenzen keinen Halt“

Katastrophen machen vor Ländergrenzen keinen Halt“, nahm auch Grünen-Politiker Cem Özdemir Anteil, „meine Gedenken sind bei den Menschen in der Region. Um Schlimmeres zu verhindern, muss jetzt schnell für die Sicherheit der Menschen gesorgt werden, besonders auch in Moria.“ Das große Flüchtlingslager wurde jüngst von einem Großbrand getroffen, nun schweben die vielen Menschen dort wieder in Gefahr. (moe) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Ismail Gokmen/AP/dpa

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