Kann uns nur ein Impfstoff helfen?

Lockdown-Teufelskreis wegen Corona? Hygiene-Experte warnt: „Wenn alle die Tassen hochleben lassen ...“

Hygiene-Facharzt Klaus-Dieter Zastrow vor einem Bildschirm.
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Klaus-Dieter Zastrow warnt vor weiteren Lockdowns in der Zukunft.

In der kommenden Woche beginnt in Deutschland der zweite Corona-Lockdown. Laut Hygiene Experte Klaus-Dieter Zastrow könnte uns in den nächsten Monaten ein Teufelskreis drohen.

  • Deutschland geht ab 2. November erneut in den Lockdown gegen das Coronavirus.
  • Nun warnt Hygiene-Experte Klaus-Dieter Zastrow vor einem „Lockdown-Teufelskreis“.
  • Die Menschen in Deutschland müssten sich, bis es einen Impfstoff gibt, strikt an die Regeln halten.

München - Bund und Länder haben sich am Mittwoch auf ein neues Maßnahmenpaket gegen das Coronavirus* verständigt. Deutschland wird also im November in den zweiten Lockdown gehen, das exponentielle Wachstum der Infektionslage müsse schnell gestoppt werden. Für den Hygiene-Experten Klaus-Dieter Zastrow sei dies „überhaupt nicht überraschend und absolut richtig“. Der Beschluss sei die „logische Konsequenz daraus, dass die gewünschten und empfohlenen Maßnahmen nicht freiwillig durchgehalten wurden.“ Das sagte der 70-Jährige gegenüber der Bild.

Auf die Nachfrage, ob es aufgrund eines fehlenden Impfstoffs* nun sogar zu einem „Lockdown-Teufelskreis“ kommen könne, warnte er: „Das kann durchaus passiere. Es ist die Frage, wie lernfähig unsere Mitbürger sind. Wer jetzt sagt ‚Okay, das haben wir kapiert und wir müssen uns an bestimme Dinge halten‘, dann werden wir das nicht erleben. Wenn allerdings alle die Tassen hochheben lassen, sobald die Maßnahmen wieder zurückgefahren worden sind, dann kann uns das unter Umständen wieder passieren. Der Impfstoff ist noch nicht da.“

Corona-Lockdown ist für Klaus-Dieter Zastrow „zu erwarten gewesen“

Aktuell sei Zastrow aber durchaus optimistisch, dass die Infektionskurve wieder schnell abflacht. Zwar hätte er nicht damit gerechnet, dass es zu einer zweiten Welle* kommt, jedoch hätten sich zu viele Menschen nicht an die Regeln gehalten und dementsprechend sei der zweite Lockdown „zu erwarten gewesen.“ Eine Tragödie sehe er trotzdem nicht.

Glaubt man dem Experten, geht es für die deutsche Bevölkerung nun also darum, das neue Maßnahmenpaket strikt einzuhalten und die bestehenden Regeln zu befolgen. Zumindest bis einen wirksamen Impfstoff gibt. Daran arbeitet beispielsweise das Tübinger Biotech-Unternehmen „CureVac*“, das die Produktionskapazitäten nun massiv ausweiten wolle. Wir Merkur.de berichtet, könne man je nach Impfstoff-Dosierung über mehrere 100 Millionen Dosen pro Jahr herstellen. (ta) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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