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Supermond, Saturn und Jupiter: Im August besonderes Phänomen am Himmel

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Von: Katharina Bellgardt

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Astronomie-Fans aufgepasst! Es gibt im August 2022 ein besonderes Phänomen am Nachthimmel. Jupiter und Saturn strahlen mit dem Supermond um die Wette.

Hamm - Der Nachthimmel im August 2022 kann Astronomie-Fans wirklich verzücken. Wer gerne mit dem Teleskop den Nachthimmel betrachtet oder einfach nur gerne in der Dunkelheit auf Balkon oder Terrasse sitzt und in die Sterne hochsieht, wird diesen Monat ein richtiges Himmelsspektakel sehen.

Zuerst einmal ziehen die Perseiden im Sommermonat vorüber. Sie sind der wohl berühmteste Meteorstrom. Die Sternschnuppen-Schauer sind besonders schnell und können so eine Helligkeit erreichen, die mit dem Morgenstern, der Venus, vergleichbar ist. Jedoch ist im August 2022 so viel am Himmel zu sehen, dass die Perseiden an ihrem Höhepunkt verblassen könnten.

Saturn und Jupiter am Nachthimmel im August - Astronomie-Fans können Himmelsspektakel entdecken

Denn der Vollmond am Augusthimmel ist besonders groß und leuchtend und kann so die Sternschnuppen überstrahlen. Es handelt sich dabei um den letzten von vier Supermonden, die im Jahr 2022 betrachtet werden konnten. Seinen Höhepunkt erreicht er zeitgleich mit den Perseiden - am 12. August. Der Supermond (nach Definition des ehemaligen Nasa-Astrophysiker Fred Espenak) ist der Erde besonders nahe, deswegen erscheint er bei Betrachtung größer.

Und auch Saturn und Jupiter werden am Himmel erstrahlen und für ein besonders Schauspiel sorgen. Der Saturn zeigt sich in der Nacht im Sternzeichen Steinbock am Südhorizont. „Dort im Steinbock fällt uns ein Lichtpunkt durch sein ruhiges, goldgelbes Leuchten auf. Es ist der Planet Saturn, der in diesem Monat in Jahresbestform auftritt“, erklärt Prof. Thomas W. Kraupe, Astrophysiker und Direktor des Planetariums Hamburg. Ab dem 14. August sieht man den Planeten die ganze Nacht über am Himmel. Gegen 1 Uhr nachts steht er im Süden.

Saturn und Jupiter am Nachthimmel entdecken - Nasa veröffentlicht Bilder von James Webb Telescope

Der Saturn ist mit dem bloßen Auge erkennbar. Sein Ringsystem ist mit dem Teleskop bereits ab 20-facher Vergrößerung erkennbar, die Nasa lieferte mit dem Weltraum-Teleskop Hubble schöne Aufnahmen der Aurora. Der Planet besteht aus Gas - er hat keine feste Oberfläche, sondern besteht zu 96 Prozent aus Wasserstoff.

Der größte Planet des Sonnensystems, der Jupiter, erscheint ab Mitternacht am Augusthimmel. Astronomie-Fans finden ihn links vom Saturn als besonders hohen Lichtpunkt. Ab Ende des Monats ist er bereits ab 21 Uhr im Sternzeichen Fische zu sehen. „Schon jetzt können wir erahnen, dass er sich im kommenden Monat zum ‚Superstar‘ der Nacht entwickeln wird, denn er leuchtet heller als alle Sterne – und viel auffälliger als sein ‚kleiner Bruder‘ Saturn. Auch steigt er bis in die Morgenstunden viel höher an den Himmel“, erklärt der Astrophysiker des Planetariums Hamburgs.

Die Nasa hat mit dem neuen James Webb Space Telescope beeindruckende Aufnahmen des Jupiters veröffentlicht, es zeigt ebenso den Jupitermond Europa. Dort sieht man auch den riesigen Sturm auf der Oberfläche des Planeten. Der Große Rote Fleck ist groß genug, um die Erde zu verschlingen.

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