"Momo" lässt grüßen

Kinder demonstrieren gegen Zeitmangel

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Ein Foto von der Demonstration

Stuttgart - Rund 250 Kinder und Eltern haben am Samstag in Stuttgart gegen Zeitmangel demonstriert. Plakate und Flugblätter sollen zum Nachdenken anregen.

Auf Plakaten und Flugblättern forderten die kleinen und großen Demonstranten mit Sprüchen wie „Mehr Zeit für alle“ oder „Zeit schenken, Leben teilen“ vor allem die Erwachsenen zum Nachdenken über den Umgang mit Zeit auf. „Nehmt Euch Zeit für die Familie“ stand in bunten Lettern auf einem Transparent. Mit Blick auf die Uraufführung der Oper „Momo“ nach Michael Endes Jugendbuchklassiker am 6. Juni hatten sich Schüler von zwölf Schulen mit den Themen Zeitknappheit und Stress befasst.

Im Roman hatte Momo zu einer großen Versammlung aufgerufen - einer Versammlung, die die Welt verändern sollte, die jedoch nie stattfand, weil die „grauen Herren“ den Menschen keine Zeit dazu ließen. „Keine Macht den Zeitdieben“ stand daher auf einem Stuttgarter Plakat.

Momos große Versammlung wollten die Kinder am Sonntag mit einer Debatte im Opernhaus nachholen. Schüler der Klassenstufen drei bis acht fassten dafür Thesen, Fragen und Gefühle zu den Themen Zeit und Zeitmangel in Videos, Installationen oder Kompositionen zusammen. Erwachsene aus Berufen, bei denen Zeit eine wesentliche Rolle spielt, waren auch eingeladen - etwa Götz Werner, der Gründer der Drogeriemarktkette dm.

dpa

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