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Weil ihr Kollege gefeuert wurde: Starbucks-Mitarbeiter verlassen geschlossen Filiale – Video geht viral

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Von: Helena Gries

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Das Starbucks-Logo an einer Starbucks-Filiale in New York.
Weil ein Mitarbeiter einer Starbucks-Filiale in New York gefeuert wurde, haben alle seine Kolleginnen und Kollegen den Laden verlassen. Das dabei aufgenommene Video geht viral. (Symbolbild) © Justin Lane/dpa

Weil ein Mitarbeiter einer Starbucks-Filiale in New York entlassen wurde, hat die gesamte Belegschaft den Laden verlassen. Das dabei gefilmte Video geht um die Welt.

New York – Ein Vorfall in einem Starbucks in New York sorgt derzeit weltweit für Aufsehen auf den Social-Media-Plattformen. Ein Mitarbeiter, der 13 Jahre bei Starbucks gearbeitet hatte, wurde gefeuert. Das führte zu einem Streik der anderen Beschäftigten, sodass diese gleichzeitig die Starbucks-Filiale verließen. Das dabei aufgenommen Video verzeichnet auf der Plattform TikTok bereits knapp 24 Millionen Aufrufe.

Der 33-jährige Sam Amato hatte bereits fast sein ganzes Berufsleben bei Starbucks verbracht, bevor er wegen eines Verstoßes entlassen wurde. Berichten zufolge habe der Verstoß etwas mit einer zu frühen Ladenschließung zu tun, welche bereits Wochen zurückliegen sollte.

Starbucks in den USA: Beschäftigte schließen sich Gewerkschaft an

Wie die US-amerikanische Zeitschrift Fortune berichtet, engagiere sich Amato in der Gewerkschaft für die Rechte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Vermutung liege nahe, dass seine Entlassung mit seiner Mitgliedschaft in der Gewerkschaft in Zusammenhang stehe. Die amerikanische Kaffeehauskette, die bekannt dafür ist, Extrawünsche ihrer Kundschaft zu erfüllen, bestreitet jedoch, dass dies der Grund für die Entlassung war, heißt es in dem Artikel von Fortune.

In den USA schließen sich immer mehr Starbucks-Filialen der Gewerkschaft an, um gegen systematisch-unfaire Arbeitsbedingungen innerhalb des Unternehmens sowie chronische Unterbesetzung und mangelnde Arbeitssicherheit vorzugehen. Starbucks-Sprecher Reggie Borges ließ per Mail auf Anfrage der New York Times mitteilen, dass das Unternehmen nichts dagegen habe, dass sich die Beschäftigten gewerkschaftlich organisieren.

Nach Kündigung bei Starbucks: Alle Beschäftige verlassen Laden in New York

Die Stärke der Mitarbeiter-Bewegung macht der Vorfall in der Starbucks-Filiale in der Stadt Buffalo im Bundesstaat New York deutlich. Als Amato am Tag seiner Kündigung den Laden verließ, ging er nicht allein. Alle Angestellten, die im Geschäft arbeiteten, gingen mit ihm hinaus, um ihre Unterstützung zu demonstrieren. Mehrere Gewerkschaftsmitglieder von Starbucks Workers United und Beschäftigte anderer Standorte schlossen sich an. Die Aktion wurde gefilmt und das Video schließlich auf der Plattform TikTok veröffentlicht.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Auch der Fernsehsender RTL griff das Thema in seiner Berichterstattung auf. In Deutschland kommt die Geschichte um die streikenden Starbucks-Beschäftigten ebenfalls gut an. Kommentare wie „Klasse und Respekt“ oder „So ein Zusammenhalt ist toll“ häufen sich unter dem Facebook-Beitrag von RTL. Allerdings wird in den Kommentaren auch ein Bezug zu Deutschland hergestellt: „Wäre in Deutschland nicht möglich, hier denkt jeder an sich selber“, schrieb eine Nutzerin. Eine weitere kommentiert: „Wird in Deutschland nie passieren, da ist sich jeder selbst der Nächste. Zusammenhalt gibt es hier nicht mehr!“ (hg)

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