Sie sind inzwischen außer Lebensgefahr

Spreng-Unfall bei der Bundeswehr: Mehrere Schwerverletzte

Bundeswehr-Soldaten während einer Übung.

Am Dienstag bei der Bundeswehr auf dem Truppenübungsplatz Munster zu einem schweren Unfall. Die Polizei ermittelt nun.

Nach einem Unfall bei einer Sprengübung der Bundeswehr in Munster mit vier Verletzten sucht die Polizei nach Ursachen und möglichen Verantwortlichen. „Der Zentrale Kriminaldienst hat die Ermittlungen aufgenommen“, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Heidekreis am Donnerstag. Der Zentrale Kriminaldienst ist unter anderem für Fälle herausragender Bedeutung zuständig. Er hat spezielle Aufgaben wie die Bildung von Sonderkommissionen.

Der Unfall war am Mittwochmittag auf einem Truppenübungsplatz passiert, wie die Bundeswehr auf ihrer Webseite schrieb. Zwei Soldaten seien schwer verletzt zur Notfallbehandlung nach Hamburg gebracht worden, befänden sich aber außer Lebensgefahr. Wie es zu dem Unfall kam, sei noch nicht klar.

Auch die Polizei konnte zunächst keine Details zu den Verletzten und der Unfallursache nennen. Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie Agnes Strack-Zimmermann sagte der „Bild“-Zeitung, die zuerst über den Vorfall berichtet hatte: „Ich hoffe sehr, dass die schwer verletzten Soldaten genesen werden und die Bundeswehr transparent aufklärt und informiert, wie es zu diesem Unfall kommen konnte.“

Bei einem Übungsmarsch waren am 19. Juli 2017 in Munster mehrere Offiziersanwärter kollabiert, einer starb später an den Folgen. Sie hatten zuvor bei Temperaturen von knapp 28 Grad noch eine Extra-Strecke laufen müssen. Untersuchungen ergaben später, dass sie einen Hitzschlag erlitten. Die Bundeswehr kündigte daraufhin im März an, die Ausbildung der Soldaten zu ändern.

dpa

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