„Ein gefräßiges Monster“

„Unmöglich zu bekämpfen“: Heftiger Waldbrand wütet in Spanien - Tausende Menschen evakuiert

An der Costa del Sol im Süden Spaniens wütet ein besonders heftiger Brand.
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An der Costa del Sol im Süden Spaniens wütet ein besonders heftiger Brand.

Im Süden Spaniens wütet ein heftiger Waldbrand. Ein Experte macht wenig Hoffnung auf eine Verbesserung der Lage. Etliche Menschen kämpfen gegen die Flammen.

Madrid - Enorme Waldbrände und heftige Temperaturen sorgen 2021 für großes Aufsehen. Besonders die griechische Insel Euböa erwischten die Flammen im August. Erbittert kämpften die Menschen gegen die Brände*. Auch Spanien bleibt von einer solchen Katastrophe nicht verschont. Seit Mittwoch (8. September) wütet ein besonders heftiger Brand an der Costa del Sol. Tausende Menschen versuchen die Flammen in den Griff zu bekommen.

Heftiger Waldbrand in Spanien: Mehr als 1600 Menschen evakuiert

6000 Hektar Wald wurden an der Costa des Sol im Süden Spaniens zerstört. Das entspricht einer Fläche von mehr als 8000 Fußballfeldern. Wegen der seit Mittwochabend am Fuße der Bergkette Sierra Bermeja in der Region Andalusien lodernden Flammen mussten am Sonntag zwei weitere Gemeinden, Júzcar und Alpandeire, evakuiert werden. Das teilte der Notdienst mit. Die Zahl der Menschen, die man seit Donnerstag aus ihren Häusern und in Sicherheit habe bringen müssen, sei damit auf 1620 gestiegen. Ob sich darunter auch Touristen befinden, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.

Waldbrand an der Costa del Sol „unmöglich zu bekämpfen“

„Einen solchen Waldbrand hatte es in Andalusien und wohl auch in Spanien seit Jahren nicht mehr gegeben“, so äußerte sich der andalusische Regionalpräsident Juanma Moreno. Víctor Resco, Professor für Forsttechnik an der Universität von Lleida, erklärte im Radio, die Feuerwolke sei wie ein Sturm. Sie könne durch elektrische Entladungen neue Brandfronten bilden. Große Hoffnung auf eine Verbesserung der Lage macht der Experte nicht. Ein solcher Waldbrand sei „unmöglich zu bekämpfen“.

Aufgrund der komplizierten Lage unterstützt seit Sonntag die Militärische Nothilfeeinheit UME die Feuerwehr und den Zivilschutz bei den Löscharbeiten. Insgesamt waren in der betroffenen Region nahe der Küstengemeinde Estepona und etwa 80 Kilometer südwestlich von Málaga nach amtlichen Angaben 6000 Menschen im Einsatz. Am Donnerstag starb ein 44 Jahre alter Feuerwehrmann.

„Gefräßiges Monster“: Waldbrand wütet in Spanien - Ursache zunächst unbekannt

Erst im August war in Spanien ein Hitzerekord geknackt worden*. Auch nun sollen die hohen Temperaturen von bis zu 30 Grad, die Trockenheit und starke Winde die Löscharbeiten erschweren. Einem örtlichen Beamten zufolge gleiche das Feuer einem „gefräßigen Monster“, wie br.de berichtete.

Wegen des dichten Rauches musste die im Sommer auch von Touristen viel befahrene Autobahn AP7 in den vergangenen Tagen immer wieder gesperrt werden. Die Ursache des Waldbrandes war zunächst noch unbekannt. (dpa/mbr) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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