Meilenstein

Kometensonde "Rosetta" ist erwacht

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So soll es aussehen: Die Sonde "Rosetta" beim Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko

Darmstadt - Die erste Landung Europas mit einem Minilabor auf einem Kometen rückt näher. Nach einem energiesparenden Tiefschlaf von 957 Tagen ist die Raumsonde „Rosetta“ seit Montag wieder aktiv.

Die Kometensonde "Rosetta" ist nach jahrelangem "Winterschlaf" aufgewacht. "Rosetta" sei einsatzbereit, meldete die europäische Weltraumagentur ESA am Montagabend. "Hallo, Welt!", twitterte die ESA in Anspielung auf das von "Rosetta" zum Kontrollzentrum gesandte Signal. Ein Webcast zeigte jubelnde Wissenschaftler im Kontrollzentrum in Darmstadt.

Der automatische Weckvorgang für die Instrumente an Bord der 810 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Sonde hatte am Montagvormittag begonnen. Das "Aufwachen" von "Rosetta" ist ein Meilenstein für die spektakuläre Kometenmission der ESA. Nach mehr als zehn Jahren im All soll die Sonde im Sommer den Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko erreichen. "Rosetta" soll dann in eine Umlaufbahn um den Kometen einschwenken und später das Landegerät "Philae" auf dem Vier-Kilometer-Brocken aus Eis, gefrorenem Gas und Staub absetzen.

Von der 2004 gestarteten Mission erwarten die Forscher Aufschlüsse über die Zusammensetzung von Kometen, die als Überbleibsel bei der Entstehung des Sonnensystems von 4,6 Milliarden Jahren gelten.

afp/dpa

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