Nach Schießerei in der Karibik

Deutscher Sektenführer muss in Haft

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Im Ferienort Sosua an der Nordküste der Dominikanischen Republik ereignete sich die Schiesserei.

Santo Domingo - Nach einer Schießerei mit einem Toten in der Karibik wandert ein deutscher Sektenführer vorerst hinter Gitter. Er hatte in seinem Haus Waffen gehortet und seinen Anhängern Erlösung versprochen.

Ein Richter in der Dominikanischen Republik hat nach dem gewaltsamen Tod eines Deutschen die Inhaftierung eines aus Rheinland-Pfalz stammenden Sektenführers angeordnet. Im Haus des 61-Jährigen Peter B. hatte die Polizei zuvor ein ganzes Waffenarsenal entdeckt. Die Beamten waren am Mittwoch in dem Touristenort Sosúa zu einer Razzia in B.s Haus ausgerückt, als es zu einem Schusswechsel kam, bei dem ein Deutscher erschossen und drei Polizisten verletzt wurden.

Anschließend wurden der aus Meisenheim stammende B. sowie eine Deutsche festgenommen. Der Anführer der Weltuntergangssekte soll nun während der Ermittlungen im Gefängnis bleiben, ordnete der Richter an. Ausgerückt war die Polizei, nachdem Nachbarn sich über Schüsse auf dem Anwesen des Sektenführers beklagt hatten. Das Haus verfügt über einen Schießstand. Im Inneren entdeckte die Polizei mehrere Gewehre, Granaten, Armbrüste, kugelsichere Westen sowie ein gepanzertes Fahrzeug und einen Krankenwagen.

Sektenführer behandelte Krebs und versprach Erlösung

Bei dem Getöteten namens Peter D. handele es sich vermutlich um einen Anhänger des Sektenführers, teilten die Behörden mit. Ihnen sei nicht bekannt gewesen, dass B. über einen Schießstand verfüge, berichteten das Innenministerium sowie die Polizei. Der Festgenommene habe seit 2006 in Sosúa gelebt.

Peter B. sei offensichtlich der Führer der Sekte „Akademie für zukünftige Gesundheit“, teilte die Polizei mit. So habe er Erlösung versprochen und die Behandlung von Krankheiten wie Krebs und Multipler Sklerose angeboten.

dapd

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