Ungewöhnlicher Prozess

Riesenbrüste als tödliche Waffe?

Unna - Ungewöhnlicher Prozess am Amtsgericht Unna: Eine Frau, die ihren Freund in Bayern kennengelernt hatte, soll womöglich versucht haben, ihn mit ihren Brüsten zu töten. Ihre angebliche Begründung ist skurril.

Eine 33-jährige Frau muss sich vor dem Amtsgericht Unna verantworten. Der Vorwurf: "Körperverletzung mittels einer Waffe". Im Detail: Sie soll versucht haben, ihren Freund mit ihren großen Brüsten zu ersticken. Das schreiben WAZ und Bild.

Die beiden lernten sich demnach vor vier Jahren in Bayern kennen, wo der Mann Jura studierte. Später zogen die beiden nach Unna, wo er eine Stelle als Anwalt annahm. Dort kam es zu einer exzessiven Nacht. "Wir hatten Sex", erinnerte er sich laut Bild. "Danach saß sie nackt in der Reiterstellung auf mir, ich küsste ihre großen Brüste. Plötzlich drückte sie meinen Kopf mit aller Kraft an sich. Ich bekam keine Luft mehr, lief blau an. Ich konnte mich gerade noch losreißen, aber dann würgte sie mich." Es soll, wie er laut WAZ schilderte, zu einem Kampf gekommen sein. Erst durch die Flucht auf den Flur habe er bei seinen Nachbarn Hilfe suchen können.

Der Frau, gut 100 Kilogramm schwer, ging es seinen Angaben zufolge in Unna immer schlechter. "Sie hat psychische Probleme, konnte deshalb nicht arbeiten. Je besser es in meinem Job lief, desto schlechter ging es ihr."

Vor Gericht bestritt die Frau ihre Tötungsabsicht, es habe sich beim Sex um ein Spiel gehandelt. Doch der Mann berichtet von einem Telefonat, in dem sie alles eingeräumt habe: "Sie wollte mich töten. Das hat sie mir gegenüber am Telefon zugegeben." Warum sie dafür ihre Brüste wählte? Sie soll ihm gegenüber erklärt haben: "Ich wollte es so angenehm wie möglich machen."

tz

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Rubriklistenbild: © dpa

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