Polizist sieht Stinkefinger - Haft

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Das will kein Polizist sehen

Washington - Weil er bei einer Geschwindigkeitsübertretung erwischt wurde, hat ein Autofahrer in den USA dem Polizisten den Stinkefinger gezeigt. Der Beamte nahm den Mann fest - zu Unrecht.

Die Radarpistole des Polizisten hatte John Swartz nicht gesehen, als als er 2006 durch St. Johnsville (US-Bundesstaat New York) fuhr. Das war ein Fehler, denn er hielt sich gerade nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit. Eine saftige Geldstrafe war ihm sicher. Darüber ärgerte sich Swartz so sehr, dass er dem Beamten den Stinkefinger zeigte - sein zweiter Fehler, denn diese Beleidigung ließ sich der Cop nicht gefallen. Er hielt das davonbrausenden Auto an und verhaftete den Raser.

Das aber war nicht rechtens, urteilte ein US-Gericht, das sich mit dem Einspruch des temperamentvollen Autofahrers beschäftigte. In einer 14-seitigen Begründung ist zu lesen, dass "die historische Geste eine Beleidigung darstellt, aber nicht die Basis für einen begründeten Verdacht auf eine Verkehrswidrigkeit oder eine bevorstehende kriminelle Aktivität". Kurz gesagt: Die Geldstrafe für die Geschwindigkeitsübertretung muss Swartz hinnehmen, die Festnahme nicht.

hn

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