Autofenster eingeschlagen

Renitenter BMW-Fahrer gibt bei Polizeikontrolle Gas - die Flucht nimmt kein gutes Ende

Ein BMW 3er mit einer gebrochenen rechten Vorderachse
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Bei einer Polizeikontrolle flüchtet ein Fahrer und baut einen Unfall. Dass dabei die Vorderachse bricht, stört den Mann nicht - er gibt weiter Gas.

Als er in eine Polizeikontrolle gerät, rastet ein BMW-Fahrer völlig aus: Erst gibt er sich überheblich, versucht die Beamten zu provozieren. Dann gibt er Gas. Doch seine Flucht nimmt kein gutes Ende.

  • Bei einer Polizeikontrolle hat sich ein Autofahrer in Lüdenscheid im Sauerland mit den Beamten angelegt.
  • Der Mann gab sich erst unkooperativ, dann trat er plötzlich aufs Gaspedal.
  • Seine Flucht nahm kein gutes Ende.

Lüdenscheid – Offenbar von allen guten Geistern verlassen war ein 23-jähriger Dortmunder, der nachts, um kurz vor ein Uhr, im Sauerland in eine Polizeikontrolle geriet. Die Beamten hatten den Mann auf der Herscheider Landstraße in Lüdenscheid (NRW) angehalten. Soweit, so alltäglich.
Doch von Sekunde eins der Kontrolle an, so schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung, habe sich Fahrer höchst unkooperativ verhalten. Neben seinem „in höchstem Maße überheblichen und provozierenden Verhalten“ öffnete er sein Fenster nur einen kleinen Spalt breit.

Polizeikontrolle im Sauerland eskaliert: Fahrer überheblich und provozierend

Den Geruch von Cannabis konnte er vor den Beamten der Polizei NRW dennoch nicht verbergen. Er verriegelte von Beginn an alle Türen, weigerte sich auszusteigen und begann, die Polizeikontrolle zu filmen. Nach einigen Minuten trat er schließlich aufs Gaspedal und fuhr über einen Grünstreifen davon.

Doch er kam nicht weit: Schon nach wenigen Metern kollidierte das Auto des renitenten Dortmunders mit einem kleinen Mauervorsprung. Hierbei brach die rechte Vorderachse. Der massive Schaden an seinem Wagen schien den Fahrer nicht sonderlich zu stören: Er gab einfach wieder Gas, lenkte den BMW mit hoher Geschwindigkeit weg von der Polizeikontrolle zurück auf die Straße. Ein Streifenwagen nahm die Verfolgung auf.

In einer Sackgasse konnten die Polizisten den Wagen schließlich festsetzen - zur Aufgabe brachte das den 23-Jährigen aber noch immer nicht. Er rangierte sein Fahrzeug vor und zurück, suchte weiter nach Wegen, um sich aus seiner Lage zu befreien.

Flucht nach Polizeikontrolle im Sauerland in NRW: Beamte schlagen Autofenster ein

Die Beamten wurden nun handgreiflich: Um den Dortmunder zu stoppen, schlugen sie das Fenster der Fahrerseite ein und packten den Mann. Dabei zog sich ein Polizist leichte Schnittverletzungen zu.

Es gelang, die Fahrertür zu öffnen, den Mann aus seinem Fahrzeug zu ziehen und zu Boden zu bringen. Der sperrte sich weiter vehement - doch das half ihm wenig: Der BMW-Fahrer wurde festgenommen. Mit im Auto saß bei der Polizeikontrolle eine ebenfalls 23-jährige Frau, sie durfte nach einer Durchsuchung und Identitätsfeststellung den Heimweg antreten.

Polizeikontrolle in NRW eskaliert: Cannabis in der Bauchtasche

Für den Mann aus Nordrhein-Westfalen ging die Fahrt zur Wache, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Der Verdacht: Fahren unter Einfluss von Betäubungsmitteln. Bei der Durchsuchung des Autos fanden die Beamten eine mit Cannabis gefüllte Bauchtasche. Das dürfte der Grund gewesen sein, warum sich der 23-Jährige der Polizeikontrolle entziehen wollte Gegen den Mann wird nun wegen Unfallflucht, Gefährdung des Straßenverkehrs, Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Video: Traktor auf der Autobahn - Polizei stoppt betrunkenen Fahrer

Auf einer beliebten Motorradstrecke im Sauerland hat die Polizei jetzt hart durchgegriffen. Dort hatten sich zwei Biker ein illegales Rennen geliefert. Krass: Ein junger Mann filmte die Szene - mit professioneller Ausrüstung. Auf dem Parkplatz eines Discounters fiel eine offenkundig betrunkene Autofahrerin auf. Polizisten stoppten sie - mit der bissigen Reaktion der Frau hatten die Beamten nicht gerechnet. Mit Papas Auto hat sich ein 15-Jähriger in NRW ein Rennen mit der Polizei geliefert. Mit im Auto saß auch der zehnjährige Bruder des Jungen.

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