Die Polizei fahndet nach Ikea-Bomber

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Das Phantombild des mutmaßlichen Bombenlegers

Dresden/Wallau - Mit Hilfe eines Phantombilds suchen Fahnder nach einem Mann, der am Freitag einen Sprengsatz im schwedischen Möbelhaus hochgehen ließ. 

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und gefährlicher Körperverletzung. Ein Bekennerschreiben gab es zunächst nicht. Kunden des Möbelmarktes hatten einen verdächtigen Mann gesehen. Der mutmaßliche Täter wird als etwa 40 Jahre alter mittelgroßer Mann mit Baseball-Kappe und Brille beschrieben.

Ende Mai waren bereits Sprengsätze in Ikea-Häusern in Belgien, Frankreich und den Niederlanden explodiert. “Wir wissen nicht, ob es einen Zusammenhang gibt“, sagte die Sprecherin von Ikea Deutschland, Sabine Nold, der dpa. Die Kriminalpolizei sei dabei, dies zu ermitteln. “Wir haben keine Drohung bekommen - weder in der Zentrale noch in dem betroffenen Einrichtungshaus.“ Es gebe daher bislang auch keinerlei Hinweise auf eine Erpressung.

Die Deutschland-Zentrale von Ikea in Wallau bei Frankfurt rief ihre Mitarbeiter nach den Explosionen zu erhöhter Wachsamkeit auf. Für die Kunden bestehe kein Grund zur Besorgnis, behauptete Nold. Man habe “alle Häuser über den Vorfall informiert und sie gebeten, sehr aufmerksam zu sein“, sagte Nold.

Die Explosion in Dresden geschah am Freitag gegen 19.45 Uhr. Eine 32 Jahre alte Frau und ihr 41-jähriger Begleiter erlitten von den Schalldruck einen Gehörschaden, ein sogenanntes Knalltrauma. Die Explosion beschädigte den Fußboden und Ausstellungsstücke. Nach der Räumung des Möbelhauses durchsuchten Spezialkräfte der Polizei das Haus. Sie setzten dabei auch fünf Sprengstoffsuchhunde ein. Die Teile des Sprengsatzes werden kriminaltechnisch untersucht. Ein Ergebnis erwarten die Ermittler in einigen Tagen. Erst dann könne man etwas über mögliche Zusammenhänge mit anderen Taten sagen, hieß es.

dpa

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