„Im Vollrausch“

Plötzlich Kandidat der NPD: Haben die Rechten Unterschriften erschlichen?

Stefan Hesse (links) und Daniel Intile (rechts) von der Caritas stehen ihrem Mitarbeiter Ulrich Franz Brolle (Mitte) zur Seite.
+
Plötzlich NPD-Kandidat: Ulrich Franz Brolle will im Vollrausch gewesen sein, als er den Antrag unterschrieb.

Ulrich Franz Brolle trinkt eines Abends einen über den Durst. Einen Vollrausch habe er gehabt, sagt er später, einen Blackout. Nach dem Filmriss erlebt der Sauerländer sein blaues Wunder: Plötzlich ist er Kandidat der NPD bei der Kommunalwahl...

Lüdenscheid - Hat die NPD in Lüdenscheid im Sauerland Unterschriften von Kandidaten erschlichen? Der Verdacht kommt auf, wenn man die Geschichte von Ulrich Franz Brolle hört. Denn der Mitarbeiter des Caritasverbandes aus dem Sauerland ist nach eigener Aussage unfreiwillig auf der Wahlliste der rechten Partei gelandet.

An einem Sonntag im Juli hatte Brolle zusammen mit Kumpels in seiner Stammkneipe geknobelt und gezecht. Zum Bier gesellte sich der Schnaps, am Ende waren sie alle betrunken. Dann kam dieser Typ, den Brolle später als den Bürgermeisterkandidaten der NPD identifizierte. Der heißt Stephan Haase, und dass er an dem Abend „die allermeisten Anträge“ ausgefüllt habe - „denn sie müssen ja gut lesbar sein", räumt Haase ein, berichtet come-on.de*. Unterschrieben hätten die Kandidaten alle selbst - und aus freiem Willen.

Für den unfreiwilligen Kandiaten Ulrich Franz Brolle hat die Angelegenheit (noch) kein gutes Ende genommen*. Die Stimmzettel für die Kommunalwahl in NRW und für Lüdenscheid am 13. September sind gedruckt. Und sein Name steht drauf. *come-on.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare