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Österreich im Corona-Lockerungswettlauf: Lockdown für Ungeimpfte fällt - Disko-Öffnung steht bevor

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Von: Patrick Mayer, Martina Lippl

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Trotz Omikron: Der Lockdown für Ungeimpfte endet in Österreich. Kanzler Karl Nehammer kündigt weitere Corona-Lockerungen an. Eine Ministerin fordert noch mehr. Die Pandemie in der Alpenrepublik im News-Ticker.

Update vom 31. Januar, 15.12 Uhr: In Österreich sind binnen 24 Stunden 27.411 Corona-Neuinfektionen verzeichnet worden, teilen das Gesundheits- und das Innenministerium am Montag mit. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 2.537,6 (Vortag: 2,504,4). Tirol verzeichnet mit 3.235,6 den höchsten Wert, gefolgt von Vorarlberg (2.917,1) und Wien (2.894,1). Am niedrigsten ist die Inzidenz im Burgenland (2.086,4) und in Niederösterreich (2.087,1). Das geht aus den Daten der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hervor.

Lockdown für Ungeimpfte in Österreich vorbei

Update vom 31. Januar, 11.09 Uhr: Der Lockdown für Ungeimpfte in Österreich ist ab diesem Montag (31. Januar) Geschichte. Ungeimpfte können sich wieder frei bewegen, ohne eine Strafe zu befürchten. Menschen, die bisher keinen Corona-Impfstoff erhalten haben, dürfen sich jetzt wieder ohne einen triftigen Grund im Freien bewegen oder Freunde besuchen.

Große Lockerungen für Ungeimpfte bedeutet diese Änderung in Österreich allerdings nicht. In weiten Teilen des öffentlichen Lebens gilt weiterhin die 2G-Regel. Ungeimpften bleibt weiter der Besuch von Veranstaltungen und Lokalen weiter verwehrt. Auch der Zutritt für Geschäfte, bei denen es nicht um den täglichen Bedarf geht, bleibt tabu. Weitere Lockerungen der 2G-Regel soll es jedoch stufenweise im Februar geben. Ab dem 12. Februar soll die 2G-Regel für den Handel fallen. Ab dem 19. Februar soll in Gastronomie und Tourismus wieder die 3G-Regel gelten.

Österreich im Corona-Lockerungswettlauf: Ministerin will Discos wieder öffnen

Update vom 30. Januar, 20.30 Uhr: Österreich ist seit Tagen in der Coronavirus-Pandemie in einem regelrechten Lockerungswettlauf. Immer unter dem Hinweis, dass trotz Omikron die Belastung der Kliniken und Intensivstationen moderat ist. Im Mittelpunkt steht in der Corona-Krise einmal mehr die Gastronomie. So soll die Sperrstunde für Restaurants, Kneipen und Wirtshäuser ab 5. Februar von 22 Uhr auf 24 Uhr nach hinten geschoben werden.

Doch damit nicht genug. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) bringt auch eine baldige Wiedereröffnung der Nachtgastronomie in die Debatte mit ein.  Sie hoffe in den nächsten Wochen auch auf eine Perspektive für die Nachtgastronomie und für die großen Veranstaltungen, erklärte die Ministerin am Wochenende.

Corona-Pandemie in Österreich: Lockerungen kommen - Gastro-Sperrstunde soll später sein

Update vom 30. Januar, 17.15 Uhr: Österreich vollzieht in der Coronavirus-Pandemie trotz Omikron und hoher Ansteckungszahlen die Regel-Wende. So kündigte Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) nach dem Ende des Lockdowns für Ungeimpfte weitere Lockerungen ab dem 5. Februar an. So soll die Sperrstunde in der Gastronomie von 22 Uhr auf 24 Uhr nach hinten verschoben werden. Doch damit nicht genug.

Jetzt hat sich auch der Verfassungsgerichtshof (VfGH) eingeschaltet. Wie mehrere Medien berichten, will das Gericht vom Bundesgesundheitsministerium wissen, wie gerechtfertigt Maßnahmen wie der Lockdown oder die 2G-Regel waren. Bis zum 18. Februar erbitten sich die Richter vom Ministerium demnach Antworten auf zehn Fragen. Zuvor waren bem VfGH etliche Beschwerden gegen die Corona-Verordnungen der Bundesregierung eingegangen.

Corona-Pandemie in Österreich: Hohe Infektionszahlen, Lage in Krankenhäusern stabil

Update vom 30. Januar, 16.05 Uhr: Österreich verzeichnet in der Corona-Pandemie weiter hohe Infektionszahlen. Die Lage auf den Intensivstationen und in den Spitälern, also den Krankenhäusern, sei aber stabil, berichten mehrere Medien übereinstimmend. Demnach wurden in der Alpenrepublik am Samstag 21.127 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert.

Im Vergleich zu Deutschland müsste man diese Zahl nach Einwohnern mal zehn oder zumindest mal neun nehmen. Laut Tageszeitung ÖSTERREICH lagen - Stand Samstag - 1.448 Covid-Patienten in den Krankenhäusern zwischen Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck und Graz. 177 Corona-Patienten wurden demnach auf Intensivstationen behandelt. Innerhalb einer Woche sei die Zahl an Corona-Patienten auf Intensiv um 15 zurückgegangen.

Corona-Pandemie in Österreich: 2G-Pflicht in Lokalen und Hotels endet am 19. Februar

Update vom 30. Januar, 11.06 Uhr: oe24.at liefert weitere Details über den neuen Lockerungs-Stufenplan (siehe vorheriges Update). Wie bereits berichtet, soll am 19. Februar die 2G-Pflicht in Lokalen und Hotels enden. Das österreichische Portal merkt dazu an, dass an diesem Tag in „Bayern, Rheinland-Pfalz und anderen deutschen Bundesländer“ noch keine Ferien sind.

„Tourismusbetriebe hoffen auf einen Turbo“, schreibt es daher. Weiter heißt es in dem Bericht, dass Ungeimpfte, sofern kein PCR-Test verfügbar ist, auch einen höchstens 24 Stunden alten negativen Antigen-Test vorlegen könnten.

Österreichs Kanzler Karl Nehammer von der ÖVP bei einer PK im Januar 2022 im Bundeskanzleramt in Wien.
Österreichs Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) © Georges Schneider/Imago

Corona-Lockerungen: Österreich verlegt Gastro-Sperrstunde nach hinten

Update vom 29. Januar, 16.30 Uhr: Trotz hoher Infektionszahlen sind die Kliniken in Österreich nicht stark belastet. Das veranlasst die österreichische Regierung jetzt, weitere Corona-Maßnahmen zu lockern. Noch am Freitag hatten einzelne Bundesländer auf ein Ende der Sperrstunde sowie Handelsverbände auf ein Ende von 2G im Einzelhandel gedrängt. Bundesgesundheitsmister Mückstein wollte weitere Lockerungen aber erst nach dem voraussichtlichen Peak der Omikronwelle in zehn bis zwölf Tagen angehen.

Nun am Samstag die Wende: Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) verkündet eine Rücknahme von Maßnahmen:

Österreich: Wichtige Corona-Maßnahme soll offenbar verschoben werden

Erstmeldung vom 28. Januar, 15.19 Uhr:

Wien - Stichtag ist in Österreich der 1. Februar 2022. Ab diesem Datum wird in Österreich die Gültigkeit der Corona*-Schutzimpfung nach der zweiten Dosis von neun auf sechs Monate verkürzt. Im Nachbarland Österreich sind etwa 490.000 Personen von der Regel betroffen, berichtet oe24.at. Wer bis zum Dienstag keinen Booster vorweisen kann, hat ab Dienstag (2. Februar) keinen gültigen 2G-Nachweis mehr. Da 60.000 Impfzertifikate nach der alten Regel – neun Monate – sowieso ablaufen würden, seien insgesamt 550.000 Menschen betroffen, rechnet das österreichische Onlineportal vor. Vor zwei Wochen seien es noch 897.000 Personen gewesen.

Inzwischen haben sich offensichtlich viele einen Booster geholt. Über die Grüne-Pass-App wurden sie per Push-Nachricht über das Ablaufen des Impfzertifikats informiert, hieß es aus dem Gesundheitsministerium. Wer seine Push-Einstellung jedoch deaktiviert hat, bekommt davon nichts mit.

Österreich: Stichtag zum Ablauf der Impfzertifikate könnte verschoben werden

Das Ablaufdatum am 1. Februar 2022 steht scheinbar auf der Kippe, wie das ORF berichtet. Möglicherweise wird der Stichtag verschoben oder eine Übergangsfrist eingeführt. Aus dem Gesundheitsministerium hieß es, dass die Frage „in finaler Abstimmung“ sei. Am Freitagnachmittag solle es weitere Informationen geben. Auch die gesamtstaatliche Krisenkoordination (GECKO) beschäftige sich mit der Verschiebung des Stichtags.

Zuletzt gab es viel Kritik an dem Stichtag. Für unter 18-Jährige gibt es ab dem 1. Februar schon eine Ausnahme. Deren Impfzertifikat ist 210 Tage - also sieben Monate nach der ersten Impfserie gültig. Das Impfzertifikat nach der Booster-Impfung ist weiterhin 270 Tage - neun Monate - gültig. Und genau: Am 1. Februar tritt in Österreich auch das Gesetz zur Impfpflicht in Kraft.

Trotz Omikron: Lockerungen der Corona-Maßnahme in Österreich

Für Ungeimpfte in Österreich ist der Lockdown ab kommenden Montag (31. Januar) beendet. Weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen stellte Österreichs Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) in Aussicht. Derweil gilt in der Alpenrepublik im sogenannten nicht-lebensnotwendigen Handel 2G-Regel und in der Gastronomie die Sperrstunde von 22 Uhr. Doch diese strengen Corona-Regeln sollen möglichst bald fallen.

Die Sperrstunde ist der Tourismusbranche schon länger ein Dorn im Auge. Vorarlberg, Tirol und Salzburg drängen auf ein Ende der Sperrstunde, berichten österreichische Medien. Auch auf ein Ende von 2G im Handel pochen vor allem die ÖVP-Landeshauptleute und der Handelsverband. Ungeimpfte sollten auch wieder in den Geschäften einkaufen gehen können, so eine Stimme aus Tirol. Denn für Ungeimpfte geht ja auch der Lockdown aufgrund der 2G-Regel im Handel und Gastro weiter.

Karl Nehammer
Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) hatte sich im Januar mit Omikron infiziert. © Hans Punz/APA/dpa

Omikron-Welle in Österreich - Inzidenz bei 2.381

Derweil grassiert in Österreich* Omikron. In den vergangenen 24 Stunden sind 38.631 Coronavirus-Neuinfektionen verzeichnet worden. Das teilt das Gesundheits- und das Innenministerium mit. Die landesweite Inzidenz liegt bei 2.381,2 (Vortag: 2.264,5). Tirol hat mit 3.130,4 (Vortag: 3.066,6) den höchsten Wert, gefolgt von Wien mit 2.841,1 (Vortag: 2.781,1). Am niedrigsten ist die 7-Tage-Inzidenz in Niederösterreich (1.908,2) und im Burgenland (1.958,4).

Der Omikron-Peak ist laut Bundesgesundheitsminister Wolfgang Mückenstein (Grüne) in zehn bis zwölf Tagen erreicht. Mückstein will, wie er im ORF am Donnerstagabend sagte, erst danach je nach Prognose die Maßnahmen lockern.

Schulen in Österreich wegen Omikron am Limit

Die Omikron-Welle hat Österreichs Schulen voll erwischt. Bei den Fünf- bis 14-Jährigen liegt die Inzidenz aktuell bei 4.7071, wie bei oe.42.at zu erfahren ist. 2.600 Klassen und neun Schulen haben demnach laut Bildungsministerium auf Fernunterricht umgestellt. In 95 Prozent der Klassen würde Präsenzunterricht stattfinden. Bei den PCR-Tests kämen die Länder jetzt auch an ihre Grenzen. Die Zahl der positiven Tests nimmt rasant zu. Jede einzelne Probe muss bei den Zehner-Pool-Tests dann erneut einzeln untersucht werden.

In Wien werden die PCR-Tests* an den Schulen über das Programm „Alles gurgelt“ ausgewertet. Es ist das einzige Bundesland, dass mindestens zweimal pro Woche PCR-Tests durchführt. Bei den Schul-Tests zwischen 17. und 22. Januar sind 6.732 Schülerinnen und Schüler positiv auf Corona getestet worden. 387 Corona-Fälle wurden bei Lehrkräften und Schulpersonal nachgewiesen, berichtet standard.at. Laut einem Sprecher habe sich die Zahl im Vergleich zur Vorwoche fast verdoppelt. Die Bundeshauptstadt Wien verzeichnet nach eigenen Angaben 92.347 aktive Fälle - Stand 27. Januar. (ml)

Europa: Corona-Regel-Überblick: Lockern oder Lockdown? So grundverschieden geht Europa mit Omikron um*.*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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