„Da war jemand richtig genervt“

Münchner rechnet mit dreistem Falschparker ab - Geistesblitz schlägt hohe Wellen

Da hat sich aber jemand Mühe gegeben: mit einem kuriosen Zettel bringt ein Unbekannter einen Falschparker aus München in Bredouille. 

  • In München muss sich ein Autofahrer von einem unbekannten „Parkaufseher“ belehren lassen.
  • Unter seinem Scheibenwischer findet der Sünder einen kuriosen Hinweis-Zettel.
  • Macht das Beispiel Schule? Im Netz spekulieren User bereits.

München - Die These ist gewiss überspitzt, und doch würden sie wohl viele Münchner unterschreiben: auf den Straßen der Isar-Metropole tobt ein Kulturkampf. 

Im Netz schimpfen Fahrradfahrer über dreiste Falschparker, Autofahrer keifen zurück: die Stadt werde überschwemmt von rücksichtslosen Radl-Rambos. Und dann gibt es ja auch noch die Fußgänger.

München: Unbekannter stellt dreisten Falschparker bloß - Ansage begeistert das Netz

Die neueste Episode des „Kulturkampfes“ hat sich im Münchner Osten zugetragen, genauer gesagt im Stadtteil Berg am Laim. Ein Autofahrer hatte mit seinem Wagen einen nicht ganz legalen Stellplatz gewählt.

Die Quittung folgte prompt: ein unbekannter „Parkaufseher“ konnte das Vergehen nicht auf sich sitzen lassen. Am heimischen PC entstand ein kurioser Hinweiszettel, der inzwischen auch das Netz begeistert. 

Autofahrer aus München finden kuriosen Zettel unter seinem Scheibenwischer

„Ich parke in einem Kreuzungs-/Querungsbereich, ...“, beginnt die ausgefeilte Belehrung, die unter den Scheibenwischer des Autos geklemmt wurde. Dem Sünder bleiben vier Antwortmöglichkeiten:

  • ... damit ich anderen die Sicht versperre und sie damit in Gefahr bringe
  • ... weil mich Kinder, Fußgänger, Radfahrer, Kinderwagen- und Rollstuhlfahrer alle mal können
  • ... weil die Polizei sowieso nix tut und die Strafe ohnehin ein Witz wäre
  • ... weil ich den Kick brauche, dass vielleicht doch mal jemand mein Fahrzeug abschleppt

Jodel-User begeistert: „Gibt‘s das auch zum Ausdrucken?“

Auch der passende Auszug aus der Straßenverkehrsordnung (zum Thema „Halten und Parken“) darf nicht fehlen. Im sozialen Netzwerk Jodel hat sich ein Foto des Zettels rasant verbreitet. 

Unter dem Posting wird hitzig diskutiert, die meisten User geben jedoch begeisterte Kommentare ab. „Da war wohl jemand richtig genervt. Aber die Lösung finde ich richtig gut“, schreibt einer. 

Diese Belehrung fand ein Autofahrer in Berg am Laim unter seinem Scheibenwischer.

Ob das Beispiel bald Schule macht? Wenn es nach den Jodel-Usern geht, schon. Einer meldet sich: „Gibt‘s das online auch zum Ausdrucken? Ich frage für einen Autofahrer bei uns im Wohngebiet, in den ich beim Abbiegen immer fast reinfahre“.

Autofahrer vs. Radler: Kommentar zum „Kulturkampf“ in München

Gehweg-Parker treiben die Anwohner im Münchner Westen um. Unter der Woche ist es besonders schlimm. Ein Pasinger Polizeikommissar berichtet von seinen Erfahrungen.*

Zum Thema „Kulturkampf“ kommentiert unser Redakteur Klaus-Maria Mehr*: „An alle Radl-Münchner: Lasst uns Auto-Pendler in Frieden - oder gebt uns einfach eure Wohnung“

Eine Jodel-Anekdote - wahr oder nicht? - um eine Münchner Mutter und einen Lamborghini-Fahrer sorgt für Gelächter im Netz.

Beim Thema „Auto-Tuning“ hat sich der Besitzer eines Golfs aus München wohl für eine besondere Variante entschieden - so sieht es jedenfalls laut eines Jodel-Fotos aus.

Die Stichwahl in Bayern sorgte bei vielen für Verwirrung - eine Behörde in Pfaffenhofen fühlte sich offenbar zu einem absurden Schild gezwungen, wie tz.de berichtet.

lks

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Rubriklistenbild: © dpa / Jens Wolf

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