50 Kräfte rücken aus

Illegales Drogenlabor? Mann macht bedrohliche Andeutungen - dann rückt die Polizei aus

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Ein Großaufgebot rückte zu einer wohnung in Laim aus.

Großeinsatz der Polizei in der Ludlstraße in Laim: Nach einem anonymen Notruf rückten am Dienstag kurz vor Mittag dutzende Polizisten zu einer Wohnanlage aus.

  • Großalarm in München: Ein Anrufer hatte von einem illegalen Drogenlabor berichtet.
  • Der mutmaßliche Betreiber ließ die Polizei mit bedrohlichen Aussagen aufhorchen.
  • Ein Großaufgebot von Experten rückte an.

Update 20. November, 14 Uhr: In seiner Wohnung in München lagert ein 44-jähriger Mann große Mengen Chemikalien, Pyrotechnik und stellt mutmaßlich auch Drogen her. Polizisten durchsuchen auch am Tag nach dem Fund weiter die Wohnung, sogar Strahlenschutzexperten kommen zum Einsatz.

Die Polizei hat dabei mehrere Kilo Rauschgift, Chemikalien und Feuerwerkssprengstoff gefunden und spricht von einem „Drogenlabor“. Es handele sich um einen Fund im „zweistelligen Kilo-Bereich“.

Chemikalien in Münchner Wohnung: Pflegedienst alarmiert Polizei

Wie ein Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamts am Mittwoch mitteilte, fanden die Beamten am Dienstag in der Wohnung in München außerdem Fachbücher zur Herstellung von chemischen Substanzen.

LKA-Angaben zufolge hatte der Hausnotruf eines Pflegedienstes den Einsatz ausgelöst. Pflegedienstmitarbeiter hatten mit einem Schlüssel die Wohnung geöffnet, waren auf die Chemikalien gestoßen und hatten die Polizei alarmiert. Warum der Pflegedienst alarmiert wurde, blieb am zunächst unklar.

dpa

Bei einem Spaziergang durch München hatte eine Studentin ein unschönes Erlebnis. Die 24-Jährige fühlte sich bedroht.

Großalarm in München: Illegales Drogenlabor? Mann erzählt, dass er dort noch andere Sachen lagert

Erstmeldung (20. November, 9 Uhr):

München - Der Anrufer hatte nach tz-Informationen gemeldet, dass sich in einer Drei-Zimmerwohnung im vierten Stock ein illegales Rauschgift- und Drogenlabor befinde. Das Landeskriminalamt rückte umgehend mit rund 20 Experten aus, um der Sache auf den Grund zu gehen. Weitere 30 Polizeibeamte des Münchner Polizeipräsidiums sicherten den Einsatzort ab. 

Wegen der Brisanz der Meldung musste untersucht werden, ob tatsächlich Gefahr in Verzug ist. Als in der Nähe auch noch der 44-jährige mutmaßliche Betreiber des Labors an seinem Arbeitsplatz verhaftet wurde, verschärfte sich die Alarmsituation vorübergehend: Der Mann erzählte nämlich den Polizeibeamten, dass er auch radioaktives Material in der zum Labor umfunktionierten Wohnung lagere. 

Video: Polizei fand mehr als 760 Kilogramm MDMA in Australien

München: Illegales Drogenlabor? 50 Kräfte rücken aus

Diese Behauptung bewies sich der Überprüfung durch die Experten des Landeskriminalamtes als falsch, auch die übrigen Chemikalien erwiesen sich als nicht besonders gefährlich. Allerdings schleppten die Polizeibeamten große Mengen an Chemikalien aus dem Haus in ihre Kombis. 

Die Substanzen wurden zur Beweisaufnahme und weiteren Untersuchung beschlagnahmt. Bis zum Abend stand allerdings eine Evakuierung des Wohnkomplexes im Raum. Die Ermittlungen in der Wohnung werden nach Angaben des LKA auch den Mittwoch über dauern.

weg

Derweil beschäftigt die Polizei weiterhin ein schlimmer Vorfall in München: Der 14-jährige Max starb, als ein BMW-Raser vor der Polizei flüchtete. Für einen Großeinsatz der Polizei sorgte im November in München ein anonymer Anruf, Grund war eine mögliche Bedrohungslage.

Ein 14-Jähriger hat sich Anfang August in einer Umkleidekabine des Münchner Westbades an einer 13-Jährigen vergangen. Nun ist ein Urteil gefallen.

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