An Bushaltestelle zu sehen

Wirbel um „Kampagne“: Rätselhaftes Merkel-Plakat in München aufgetaucht

Die Corona-Krise lässt Angela Merkel wüten.
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Die Corona-Krise lässt Angela Merkel wüten, wie hier auf einem Fake-Plakat in München zu erkennen ist.

Diese Werbekampagne mutet merkwürdig an: Hinter einem Merkel-Plakat, das in München aushängt, steckt in Wahrheit gar nicht die CDU.

  • Aktivisten haben zum 75. Geburtstag der CDU ein „kleines Geschenk vorbereitet“.
  • Ein Plakat von Kanzlerin Angela Merkel ist auch in München aufgetaucht.
  • Schon nach kurzer Zeit wird es wieder abgehängt (Update 26. Juni, 12.15 Uhr).

Update 26. Juni, 12.15 Uhr: Bei der MVG weiß man über das ungewöhnliche Merkel-Plakat bereits Bescheid. Sprecher Matthias Korte prophezeit der Kampagne keine große Zukunft. 

Der für die Wartehallen und Werbung zuständige Vermarktungspartner DSM bereite laut Korte gerade Maßnahmen vor: „DSM wird das Plakat am Roecklplatz entfernen und ist dabei, auch das übrige Netz zu überprüfen“.

Nachfragen bezüglich der „CDU-Kampagne“ habe er allerdings noch keine erhalten, berichtet der MVG-Sprecher.

An Bushaltestelle in München: Rätselhaftes Merkel-Plakat aufgetaucht 

Ursprungsmeldung:

München - Welche Laus ist der Kanzlerin denn da über die Leber gelaufen? „Die Pandemie ist eine Zumutung, so wie der Kapitalismus“, wütet Angela Merkel auf einem Plakat, das unter anderem an einer Bushaltestelle am Münchner Roecklplatz aushängt. Neben dem Logo der CDU sind die Hashtags #NeinWirZuerst und #SystemwandelJetzt abgedruckt. Schlägt Merkel inmitten der Corona-Krise* plötzlich ganz andere Töne an?

Die Recherche im Netz ergibt schnell, dass es nicht das Marketing-Team der CDU ist, das hinter der Kampagne steckt. Via Twitter erklären die Klimaaktivisten von „Ende Gelände“: „Pünktlich zum 75. Geburtstag der CDU (die Partei wurde im Juni 1945 in Berlin gegründet, d.Red.) haben wir ein kleines Geschenk vorbereitet“.

Mitgeliefert wird ein Video, das einige Aktivisten bei nächtlichen „Verschönerungsaktionen“ an Bushaltestellen der Republik zeigt. Man habe ein Zeichen gegen die „menschenverachtende, konzernfreundliche und rückwärtsgewandte Politik“ der Union setzen wollen, kommentiert „Ende Gelände“ unter dem Hashtag #NiemalsCDU.

München: Aktivisten knöpfen sich CDU vor - Merkel „wütet“ wegen Corona

Neben „Marketing-Projekten“ für die CDU treibt die Aktivisten gerade vor allem das Thema Kohleausstieg um. Auch im Hambacher Forst sind Mitglieder des Zusammenschlusses zu finden.

Vonseiten der CDU gab es noch eine offizielle Stellungnahme zu den Fake-Plakaten. Kanzlerin Merkel* dürfte ohnehin andere Sorgen haben. In der Union hat die Debatte um ihre Nachfolge* Fahrt aufgenommen. Auch ein Bewerber, der öfter mal in München* vorbeischaut, ist womöglich noch im Spiel.

Ähnlich wie das Merkel-Plakat setzt auch eine Instagram-Seite Politiker-Statements* in einen neuen Kontext. Bayerische Politiker wie Söder und Seehofer werden hier aufs Korn genommen. Die Junge Union hat Hubert Aiwanger aufs Korn genommen - auch mit einem Instagram-Post. (lks) *tz.de und merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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