Zwei Frauenmorde nach langer Zeit aufgeklärt

Hagen/Trier - Viele Jahre nach zwei Gewaltverbrechen an Frauen hat die Polizei in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen die mutmaßlichen Täter festgenommen.

29 Jahre nach der Ermordung einer Frau aus dem Ort Frauenkron (Nordrhein-Westfalen) brachte die Aussage eines Komplizen die Ermittler auf die Spur eines heute 50 Jahre alten Tatverdächtigen, wie die Staatsanwaltschaft in Trier am Freitag mitteilte. Der ehemalige Freund des Opfers soll die damals 18-jährige Lolita Brieger getötet haben. Zuletzt gesehen worden war sie am 4. November 1982 in der Nähe von Scheid in Rheinland-Pfalz.

In Hattingen in Nordrhein-Westfalen half eine DNA-Spur den Ermittlern, eine grausige Bluttat aus dem Jahr 2005 aufzuklären. Der mutmaßliche Täter habe ein Geständnis abgelegt, nachdem Polizeibeamte den 28-Jährigen am Donnerstag in seiner Wohnung in Bochum festgenommen hatten, sagte der Essener Staatsanwalt Marcus Schütz. Der Verdächtige soll damals mit der drei Jahre jüngeren und alleinstehenden Jennifer S. ein geheimes Verhältnis gehabt haben. “Geheim“, weil der Mann in Bochum in einer festen Beziehung lebte.

Vermutlich an Pfingsten 2005 kam es in der Wohnung der Frau wohl zum Streit, und der Liebhaber stach mehrfach zu. Erst jetzt führten DNA-Spuren aus zwei Einbrüchen in Hattingen zum vermeintlichen Täter. Das Motiv ist bisher unklar.

In Rheinland-Pfalz hat sich der entscheidende Zeuge nach der Ausstrahlung des Falls in der Fernsehsendung “Aktenzeichen XY ... ungelöst“ Ende August gemeldet. Er soll dem Täter 1982 geholfen haben, die Leiche der schwangeren Frau zu beseitigen. Bis heute fehlt von der Frau jede Spur. Zunächst war offen, warum sich der Mann bei der Polizei gemeldet hatte.

dpa

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