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Nächster ARD-Rücktritt: MDR-Landesfunkhausdirektorin erklärt Gründe

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Von: Sophia Lother

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Ines Hoge-Lorenz vor einer Landtagssitzung in Sachsen-Anhalt im Jahr 2021. (Archivfoto)
Ines Hoge-Lorenz vor einer Landtagssitzung in Sachsen-Anhalt im Jahr 2021. (Archivfoto) © Christian Schroedter/Imago

Ines Hoge-Lorenz, Landesfunkhausdirektorin des MDR, tritt zurück und nennt Beweggründe.

Leipzig/Magdeburg - Die Landesfunkhausdirektorin des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) in Sachsen-Anhalt, Ines Hoge-Lorenz, tritt von ihrem Amt zurück. Das teilte der öffentlich-rechtliche ARD-Sender am Freitag (28. August) mit. Hoge-Lorenz war erst im Januar 2021 in die Position gekommen. Hintergrund des Rücktritts ist nach ihren Angaben fehlende Transparenz gegenüber dem Sender zu einem beruflichen Detail ihres Ehemannes.

Hoge-Lorenz wurde mit diesen Worten zitiert: „Ich habe es vor meinem Amtsantritt als Landesfunkhausdirektorin Sachsen-Anhalt versäumt, klar darüber zu informieren, dass mein Ehemann vor über zehn Jahren in der Causa Foht eine Rolle gespielt hat.“ Mit der Causa Foht ist ein Skandal gemeint, der 2011 aufgedeckt wurde.

Nach Rücktritt: Hoge-Lorenz bleibt weiter beim MDR angestellt

Dem früheren MDR-Unterhaltungschef Udo Foht wirft die Staatsanwaltschaft Betrug, Untreue, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit seiner beruflichen Tätigkeit zum Nachteil verschiedener mutmaßlich Geschädigter vor. Zusammengefasst stehen Vorwürfe im Raum, dass es ab Februar 2008 Filz und Geldschiebereien gegeben haben soll. Der MDR hatte Foht nach Aufkommen des Skandals gekündigt. Am 1. September beginnt der Prozess gegen ihn.

Nach MDR-Angaben bleibt Hoge-Lorenz in dem Sender tätig, ab 1. September in der Hauptredaktion Information und Innovation der Programmdirektion Leipzig. Der Rücktritt der MDR-Landesfunkhausdirektorin fällt in eine Zeit, in der die Spitzen der ARD-Mitglieder verstärkt im Fokus stehen. Die Schlesinger-Affäre hatte für massive Kritik gesorgt. (slo/dpa)

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