Mann spielte mit Töchtern Porno-Szenen nach

+
Ein Angolaner (44) hat seine Töchter (12 und 17) über 200 Mal zum Sex gezwungen.

Hechingen - Über 200 Mal hat ein Angolaner (44) seine Töchter (12 und 17) zum Sex gezwungen. Sie mussten mit ihm Szenen aus Pornofilmen nachspielen. Dafür muss er sich vor dem Amtsgericht Hechingen (Baden-Württemberg) verantworten.

Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft klingen erschreckend: Über Jahre hinweg soll der Mann aus dem Zollernalbkreis seine beiden minderjährigen Töchter missbraucht haben. Wie der Schwarzwälder-Bote berichtet, muss er sich deswegen seit Montag vor Gericht verantworten.

In der Verhandlung gestand der 44-Jährige bereits, dass es stimme, was die Mädchen der Polizei erzählt hatten: Über 200 Mal habe er seine Töchter zum Sex gezwungen. Seit 2006 habe er sich an seiner älteren, heute 17-jährigen Tochter vergangen. 2009 missbrauchte er dann erstmals seine andere, heute 12 Jahre alte Tochter.

In Abwesenheit seiner Frau habe er die Mädchen regelmäßig in sein Zimmer geholt. Dort habe er sie überredet oder gezwungen, mit ihm Szenen aus Pornos nachzuspielen, die er ihnen zuvor gezeigt hatte. Dass seine ältere Tochter beim Sex schwanger werden könnte, habe er dabei in Kauf genommen.

Trotz des jahrelangen Missbrauchs seiner beiden Töchter betonte der Angolaner, dass er mit seiner Frau ein befriedigendes Sexleben führe. Auch habe er sich noch nie sexuell zu Kindern hingezogen gefühlt.

Diese Behauptungen sollen laut "Schwarzwälder Bote" nun vor Gericht überprüft werden. Dazu wurden die Frau des Angolaners sowie deren Ärztin in den Zeugenstand geladen. Wie das Blatt erfahren haben will, soll das eheliche Sexleben nämlich alles andere als zufriedenstellend gewesen sein.

Der Angeklagte betonte auch, dass er sich für seine Taten schäme. Er habe sich sogar gefreut, als die Polizei Ende vergangenen Jahres vor seiner Tür stand. Es wäre sogar besser er wäre nie geboren worden, jammerte der Angolaner. Das habe früher schon sein Vater zu ihm gesagt.

Angeklagter schilderte schlimme Kindheit

"Liegt die Wurzel des Übels in der Kindheit?", fragt nun der Schwarzwälder Bote: Wie der Angolaner berichtete, habe er in seiner Kindheit in Afrika die Hölle auf Erden erlebt. Der Vater habe die Familie verprügelt und in einem Wutanfall sogar den damals siebenjährigen Zwillingsbruder des Angeklaten totgeschlagen. Ein Stiefbruder habe die jüngeren Geschwister schikaniert und sexuell missbraucht. Die Kinder sollen sogar gezwungen worden sein, ihren eigenen Kot zu essen.

Später sei der Angeklagte verschleppt und als Kindersoldat in den Bürgerkrieg geschickt worden. Im Krieg habe er Menschen getötet und Menschenblut trinken müssen. Als er auf Betreiben seines Vaters aus der Armee entlassen wurde, habe er für den Geheimdienst gearbeitet. Nach einer entsprechenden Schulung in Kuba, habe er seine Kenntnisse in der Sowjetunion angewandt, wo er andere Angolaner bespitzelt habe.

1990 sei er dann nach Deutschland geflüchtet, wo ihm zunächst das Asyl verweigert wurde. Im folgenden Jahr habe er dann eine Deutsche geheiratet und mit ihr vier Kinder gezeugt. Später soll er durch zahlreiche, im Suff verübte Straftaten bei der Polizei aufgefallen sein.

Aber wie veil Wahrheit steckt in dieser vor Gericht vorgetragenen Lebensbeichte des Angeklagten? Der Vorsitzende Richter, Herbert Anderer, will ihm die grausame Geschichte nicht ohne weiteres glauben. Denn in früheren Verhandlungen hatten schon andere Richter und Beamte die Erzählungen des Angolaners als "unglaubwürdig" bezeichnet.

Die spektakuläre Verhandlung wird am Donnerstag, 31. März, fortgesetzt.

fro

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare