Landesbischof verurteilt Sterbehilfe

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Landesbischof Johannes Friedrich

Ansbach - Bayerns evangelischer Landesbischof Johannes Friedrich hat sich am Karfreitag gegen Gentests an Embryonen ausgesprochen. Auch die Sterbehilfe verurteilte er als Versuch der Menschen, sich am Leid “vorbeizumogeln“.

Bereits zu Weihnachten hatte sich Friedrich gegen eine Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) gewandt, bei der Mediziner durch künstliche Befruchtung entstandene Embryonen auf Erbkrankheiten oder Chromosomendefekte testen. Leid könne auch durch derlei Gentests oder durch die Sterbehilfe nicht verhindert werden. “Eine Welt ohne Leid gibt es nicht. Wir finden Gott nicht auf dem goldenen Thron des Leidvernichters, sondern am Kreuz“, sagte Friedrich laut vorab verbreitetem Predigttext in Ansbach.

Zur Vorsicht mahnte Friedrich auch bei der pränatalen Diagnostik im Mutterleib. “Denn Spätabtreibungen bei festgestellten Schäden werden - entgegen dem Willen des Gesetzgebers - immer mehr zu einer unseligen Praxis in unserem Land“, kritisierte er. Jede Abtreibung sei jedoch Tötung menschlichen Lebens. Die Botschaft vom Leiden und Sterben Jesu helfe, mit Leid umzugehen, betonte Friedrich: “Das Kreuz ist - richtig verstanden - ein Zeichen der Verbundenheit mit allem behinderten und beschwerten Leben, mit Leiden und Leidenden.“

dpa

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