"Curiosity"-Daten untersucht

Landeplatz um nur 200 Meter verfehlt

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Dieses Selbstporträt erstellte "Curiosity" von sich

Washington - Faszinierend und erfreulich für die Wissenschaftler: Der Rover "Curiosity" hat bei seiner Landung nur knapp 200 Meter von der geplanten Stelle entfernt auf dem Mars aufgesetzt.

Das haben Nasa-Wissenschaftler nach ausführlicher Untersuchung der Daten, die das Roboterfahrzeug in seinen ersten Tagen auf dem Roten Planeten gesendet hat, herausgefunden. Nach einem rund 560 Millionen Kilometer langen Flug durch das Weltall sei das ein erstaunlich gutes Ergebnis, sagte der Nasa-Wissenschaftler Steve Sell bei einer Pressekonferenz im kalifornischen Pasadena am Freitag. “Es ist unglaublich, wenn man jahrelang Pläne macht und dann sieht, dass sie genau so aufgehen.“

Bislang sei aber erst rund ein Megabyte der Daten von der Landung zur Erde geschickt worden. Rund 100 Megabyte befänden sich noch auf dem Rover und würden nun nach und nach heruntergeladen. In den kommenden Tagen soll außerdem neue Software auf den Rover hochgeladen werden, die er für seine Mission auf der Mars-Oberfläche braucht. Danach kann er losrollen und wissenschaftliche Experimente starten. Der Marsrover war am Montag nach rund acht Monaten Flug gelandet. Es ist die teuerste und technisch ausgefeilteste Mission, die es je zum Mars gab.

Mars-Sonde fotografiert offenbar Absturz von Raketenstufe

Kameras von “Curiosity“ haben offenbar den Absturz einer Raketenstufe eingefangen. Aufnahmen, die unmittelbar nach dem sicheren Aufsetzen auf dem Roten Planeten am Sonntag entstanden waren, hatten im Bereich des Gale-Kraters in der Ferne eine Rauchwolke gezeigt. Eine Stunde später war am selben Ort nichts mehr zu sehen gewesen.

NASA-Experten in der Bodenstation im kalifornischen Pasadena sagten am Freitag, sie seien sich inzwischen ziemlich sicher, dass die undeutlichen Aufnahmen in schwarz-weiß den Aufprall der Raketenstufe zeigten. Diese hatte sich nach der Landung planmäßig von der “Curiosity“ losgelöst.

dpa/dapd

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