6,4 auf der Richterskala

Schweres Erdbeben erschüttert griechische Urlaubsinsel Kreta: Dorfkirche eingestürzt - Tsunami-Sorge

Erneut hat die griechische Insel Kreta ein Erdbeben erschüttert. Es soll eine Stärke von 6,4 auf der Richterskala erreicht haben. Kurze Zeit später ereignete sich ein zweiter Erdstoß.

Update vom 12. Oktober, 15.40 Uhr: Knapp zwei Wochen nach einem schweren Erdbeben auf Kreta hat am Dienstag ein erneutes Beben die griechische Urlaubsinsel erschüttert. Ein Sprecher des Katastrophenschutzes berichtete von einer zum Teil eingestürzten Dorfkirche, einigen beschädigten alten Häusern sowie von mehreren Erdrutschen. Die Küstenwache war im Einsatz, um auf mögliche Tsunamis zu achten.

Etwa zehn Minuten nach dem Beben verzeichnete die Erdbebenwarte in Athen einen weiteren Erdstoß der Stärke 4,5 vor Karpathos, der zweitgrößten Dodekanes-Insel nach Rhodos. Da Griechenland auf mehreren Bruchlinien der Erdkruste liegt, sind Beben keine Seltenheit. Da sich die Erdstöße aber häufig im Meer ereignen, gibt es nur selten Tote oder schwere Schäden.

Unsere Erstmeldung:

Schweres Erdbeben vor griechischer Urlaubsinsel Kreta - auch Rhodos betroffen

München - Vor der griechischen Urlaubsinsel Kreta hat sich am Dienstag (12. Oktober) ein schweres Erdbeben ereignet. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt das Erdbeben in einer „Liste der aktuellen weltweiten Erdbeben“ auf. Demzufolge erreichte das Beben eine Stärke von 6,4.

Angaben der Erdbebenwarte zufolge hatte das Beben eine Stärke von 6,3 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag demzufolge 405 Kilometer südöstlich von Athen im Meer. In der Hafenstadt Iraklion und vielen anderen Orten flüchteten die Menschen in Panik auf die
Straßen. Berichte über Verletzte oder gar Tote gab es zunächst nicht.

„Hat ganz schön gewackelt“: Urlauber reagieren auf Erdbeben via Twitter

In den sozialen Medien berichteten indes einige User von dem Ereignis. „Wir haben so eben ein Erdbeben gespürt“, schrieb etwa eine Twitter-Userin. Eine andere Urlauberin schrieb: „Das erste Erdbeben, das ich erlebt habe - hat ganz schön gewackelt, aber Gott sei Dank ist hier alles heil und uns ist nichts passiert.“ Auch auf Rhodos sollen die Erschütterungen zu spüren gewesen sein. Auf Twitter schrieb ein Urlauber: „Auf Rhodos hat man es etwa 20 Sekunden lang deutlich gespürt. Die Schranktüren im Hotelzimmer gingen auf und zu.“

Zudem kursierte ein Video auf der Plattform. Darauf ist deutlich zu erkennen, wie die Lampe in einem Haus durch die Erschütterungen zu pendeln beginnt.

Bereits Ende September wurde die beliebte griechische Insel von Erdbeben erschüttert. Das Beben hatte eine Stärke von 5,8 und forderte Menschenleben. Ein Mann starb bei der Reparatur einer Kirche. Tausende Menschen mussten nach den Beben die Nacht in Zelten oder in ihren Autos verbringen, weil zahlreiche Häuser schwer beschädigt worden waren. Das Zentrum lag rund 23 Kilometer von Heraklion entfernt auf der Insel. (mbr/afp/dpa)

Rubriklistenbild: © imagebrocker/imago

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