Lebensretter gesucht

Stammzellenspender gesucht: Sie unterstützte einen Krebs-Patienten - und ist nun selbst betroffen

Kirsten hat Krebs. Noch vor zwei Jahren half sie, eine Stammzellenspende-Aktion für einen Krebskranken zu organisieren. Nun revanchiert sich dessen Witwe.

  • Kirsten E. (44) ist an Krebs erkrankt.
  • Die zweifache Mutter benötigt zum Überleben dringend eine Stammzellenspende.
  • Bei der Suche hat sie Unterstützung einer Bloggerin.

Berlin - Kirsten E. ist 44 Jahre alt, hat zwei Kinder, liebt das Klavierspielen und hat ein großes Herz für andere. Jetzt braucht sie selbst dringend Hilfe. Als Simon Gillmeister 2017 unheilbar an Krebs erkranke, organisierte das Rote Kreuz eine Stammzellenspende-Aktion.

Kirsten war damals dort aktiv und an der Organisation beteiligt. Doch jetzt braucht sie selbst Hilfe, denn Kirsten hat Krebs. Um sie zu unterstützen, wendet sich nun die Witwe Ines Gillmeister mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit. Damit Kirsten leben kann.

Ines Gillmeister (36) schreibt seit Januar 2017 einen Blog (Internettagebuch) darüber, wie das Familienleben verläuft, wenn der Partner die Diagnose Krebs ohne Aussicht auf Heilung erhält. „Cancer is an Asshole“ heißt ihr Blog, also „Krebs ist ein Arschloch“. Um Simons Lebenszeit zu verlängern, gab es damals eine DKMS Stammzellenspende-Aktion, bei deren Organisation auch Kirsten E. beteiligt war. Simon Gillmeister starb im Jahr 2018.

Diagnose Krebs: Stammzellenspende für Kirsten überlebenswichtig

Kirsten E. (44) mit ihrem Partner Christian. Sie braucht dringend eine Stammzellenspende.

Die zweifache Mutter erhielt im Dezember 2018 die Diagnose Lymphknotenkrebs: Morbus Hodgkin. Die erste Chemotherapie begann im Januar 2019. Es folgten sechs weitere Chemo Zyklen und alles sah nach einem Happy End aus, schreibt Gillmeister auf bz.de über ihre „Krebshelferin“, wie sie Kirsten nennt. Kirsten besiegte ihre Krebserkrankung. Doch jetzt, zwei Jahre nach der ersten Diagnose, muss sie ein weiteres Mal hoffen, dass sich ein passender Stammzellenspender findet.

Die zweite Diagnose: T-Zell-Lymphom. Diese Erkrankung sei deutlich aggressiver als die im Vorjahr, schreibt Gillmeister. „Und auch die Chemotherapien machen Kirsten noch mehr zu schaffen. Ihr Körper hatte zu wenig Zeit zur Regeneration. Jeder Tag zählt“, heißt es weiter auf bz.de

Diagnose Krebs: Zweifachmutter hofft auf passenden Spender

Nur eine Stammzellentransplantation könne Kirsten helfen, ohne werde sie sterben. Sie hat seltene Gewebemerkmale, das erschwere die Suche, sodass bislang keine passenden Stammzellenspender und -spenderinenn gefunden werden konnten. Auch die aktuelle Corona-Situation macht die Suche nach der passenden Stammzellenspende nicht einfacher.

Wegen der Pandemie können groß angelegte Spenden-Aktionen derzeit nicht stattfinden. Die DKMS kämpfe mit sinkenden Zahlen an potenziellen Stammzellenspendern, schreibt Gillmeister. Jeden Tag würden Menschen aufgrund ihres Alters oder Erkrankungen aus der Spenderdatei ausscheiden, neue kämen jedoch nicht ausreichend hinzu.

Diagnose Krebs: „Krebshelferin“ braucht nun selbst Hilfe

Um sich bei der DKMS als Stemmzellenspender oder -spenderin für Kirsten zu registrieren, kann man Sets online bestellen. „Das zweite Mal zu hören, es ist Krebs, ist eigentlich noch schlimmer und hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen. Ich wünsche mir, gesund zu werden. Dann kann ich 100fach zurückgeben, was mir gerade Gutes getan wird. Aber ich brauche euch. Lasst euch registrieren“, ruft die Zweifachmutter dort um Hilfe.

Eine Registrierung bei der DKMS kann nicht nur Kirstens Leben retten.

T-Zell-Lymphom

Diese Art der Lymphome sind seltene Erkrankungen, die mit der bösartigen Veränderung einer einzigen T-Lyphozyte beginnt, die sich nach und nach vermehrt. Einfach erklärt, sind T-Zellen die Helfer des Immunsystems.

Ein Kasseler (30) rettete mit seiner Stammzellenspende* einem anderen Menschen das Leben. Auch Marek Noll hat Grund zur Freude. Der 27-Jährige hat kürzlich über die Deutsche Knochenmarkspenderdatei Stammzellen gespendet* und damit einem Menschen mit Leukämie möglicherweise das Leben gerettet. Doch kennenlernen darf er ihn nicht. (Theresa Lippe) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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