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Nach tödlichen Schüssen in Kopenhagen: Alle Verletzten außer Lebensgefahr

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Von: Tanja Banner, Nail Akkoyun, Sarah Neumeyer

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In einem Einkaufszentrum in Kopenhagen fallen Schüsse, die Polizei meldet mehrere Tote. Die Tat eines 22-Jährigen soll kein „Terrorakt“ gewesen sein. Alle Verletzten sind außer Lebensgefahr.

Update vom Dienstag, 05. Juli, 17.15 Uhr: Alle schwer verletzten Menschen sind nach dem Amoklauf in Kopenhagen außer Lebensgefahr. Das bestätigte ein Sprecher der Hauptstadtregion am Dienstag (5. Juli) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Der Zustand der Patienten ist immer noch eine Momentaufnahme“, erklärte ein Sprecher.

Nachdem bereits am Montag drei der vier Schwerverletzten stabilisiert werden konnte, befinde sich nun auch die vierte Person nicht mehr in kritischem Zustand.

Bei einem Amoklauf in einem Einkaufszentrum waren am Sonntag drei Menschen, zwei dänische 17-Jährige und ein 47-jähriger Mann, erschossen worden. Vier Menschen wurden dabei teils schwer verletzt. Es handelt sich um eine 19-jährige und 40-jährige Dänin sowie eine 16-jährige Schwedin und einen 50-jährigen Schweden.

Tote nach Schüssen in Kopenhagen: Mutmaßlicher Amokläufer muss für U-Haft in Psychiatrie

+++ 15.15 Uhr: Der mutmaßliche Täter des Amoklaufs von Kopenhagen wird für 24 Tage in eine geschlossene psychiatrische Abteilung eingewiesen. Das berichteten dänische Medien übereinstimmend aus der Anhörung des Tatverdächtigen am Montag. Somit müsse der Tatverdächtige die Untersuchungshaft in der Psychiatrie verbringen.

+++ 13.52 Uhr: Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat den Opfern des Amoklaufs in Kopenhagen und deren Angehörigen ihr tiefstes Mitgefühl ausgesprochen. Am Sonntag (3. Juli) habe das Land den „schlimmsten Alptraum“ durchlebt. „Ich glaube, dass wir selten so einen brutalen Kontrast erlebt haben wie gestern“, sagte Frederiksen am Montag bei einer Pressekonferenz vor dem Einkaufszentrum, in dem ein Mann am Vorabend drei Menschen erschossen und vier schwer verletzt hatte. Drei weitere Personen wurden wegen möglicher Streifschüsse behandelt, teilte die Kopenhagener Polizei mit.

Sie habe selten so viele fröhliche Menschen gesehen wie am Wochenende, als die Dänen den Start der Tour de France im eigenen Land und beim Musikfestival in Roskilde feierten, sagte Frederiksen. „Im Bruchteil einer Sekunde stoppten das Fest und die Freude, und das Schlimmste, was passieren konnte, hat uns getroffen.“ Kurz nach der Tat nahm die Polizei einen 22 Jahre alten Dänen fest, bei dem sie ein Gewehr und ein Messer sicherstellte. Am Montag sollte der Verdächtige einem Haftrichter vorgeführt werden.

Das Einkaufszentrum Field‘s ist am Tag nach den Schüssen geschlossen. Bei dem Angriff in dem Einkaufszentrum mit mindestens drei Toten hat es sich nach Ansicht der dänischen Polizei nicht um eine Terrortat gehandelt.
Das Einkaufszentrum Field‘s ist am Tag nach den Schüssen geschlossen. Bei dem Angriff in dem Einkaufszentrum mit mindestens drei Toten hat es sich nach Ansicht der dänischen Polizei nicht um eine Terrortat gehandelt. © Mads Claus Rasmussen/dpa

Tote nach Schüssen in Kopenhagen: Tat war laut Polizei kein Terrorangriff

+++ 08.40 Uhr: Die dänische Polizei stuft den Angriff in einem Kopenhagener Einkaufszentrum bisher nicht als Terrortat ein. Dafür gebe es keine Hinweise, sagte Chefinspekteur Søren Thomassen am Montag dem Sender TV2 zufolge. Der Tatverdächtige habe in der Vergangenheit psychische Probleme gehabt und sei den „psychiatrischen Diensten bekannt“, fügte er hinzu. Der 22-jährige Däne habe seine Opfer offenbar willkürlich ausgewählt. 

Tote nach Schüssen in Kopenhagen: Täter lockte Menschen im Einkaufszentrum in die Falle

Update vom Montag, 04. Juli, 06.25 Uhr: Bei dem Schusswaffenvorfall am Sonntag in einem Einkaufszentrum in Kopenhagen sind drei Menschen getötet worden. Wie die dänische Polizei in der Nacht zum Montag mitteilte, wurden mehrere weitere Menschen verletzt, davon befanden sich drei in einem lebensgefährlichen Zustand. In den Stunden zuvor hatten die Behörden noch keine konkreten Angaben zur Zahl der Toten und Verletzten gemacht.

Nach den Schüssen in dem Fields-Einkaufszentrum war ein 22-jähriger als Tatverdächtiger festgenommen worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann allein handelte. Sie beschrieben ihn als Dänen. Die Motive der Tat lagen weiterhin im Dunkeln.

Schüsse in Einkaufszentrum in Kopenhagen: Spekulation über rassistischen Hintergrund

Laut Augenzeugenberichten hatte der Täter versucht, Menschen in dem Einkaufszentrum in die Falle zu locken, indem er ihnen beispielsweise sagte, seine Waffe sei nicht echt. Nach den ersten Schüssen flüchteten dann mehr als hundert Menschen aus dem Einkaufszentrum, wie dänische Medien berichteten. Frauen mit ihren Kindern auf dem Arm brachten sich in Sicherheit, Rettungshelfer trugen Menschen auf Tragen weg. 

Ein 22-Jähriger erschießt in einem Einkaufszentrum in Kopenhagen mindestens drei Menschen.
Ein 22-Jähriger erschießt in einem Einkaufszentrum in Kopenhagen mindestens drei Menschen. © Olafur Steinar Rye Gestsson/dpa

Zum möglichen Motiv machte Thomassen keine Angaben. In sozialen Medien werde über einen rassistischen Hintergrund spekuliert, sagte er. Dafür gebe es derzeit keine Anhaltspunkte. Der mutmaßliche Schütze sei der Polizei „grundsätzlich bekannt“ gewesen, sagte Thomassen. Weitere Angaben hierzu machte er nicht.

Schüsse in Kopenhagen: Polizei bestätigt mehrere Tote in Einkaufszentrum

+++ 21.09 Uhr: Bei dem verhafteten Tatverdächtigen handelt es sich um einen 22 Jahre alten Dänen, sagte Chefinspektor Søren Thomassen am Sonntagabend in der dänischen Hauptstadt. Es gebemehrere Verletzte und mehrere Getötete, sagte Thomassen. Genauere Angaben machte er nicht. Die bisherigen Informationen seien mit Unsicherheit verbunden, es handle sich um eine Art Chaosphase. Die Polizei sei gegen 17.30 Uhr alarmiert worden und noch immer mit starken Kräften am Tatort im Einsatz. Eine Terrortat konnte Thomassen zunächst nicht ausschließen.

+++ 20.50 Uhr: Bei den Schüssen in einem Kopenhagener Einkaufszentrum sind mehrere Menschen getötet worden. Das sagte
Polizeichefinspektor Søren Thomassen am Sonntagabend bei einer Pressekonferenz in der dänischen Hauptstadt.

+++ 19.54 Uhr: Die Kopenhagener Oberbürgermeisterin Sophie H. Andersen hat sich entsetzt über die Schüsse in einem Einkaufszentrum der dänischen Hauptstadt gezeigt. Es sei „furchtbar“, twitterte Andersen am Sonntagabend. „Wir wissen noch nicht genau, wie viele Menschen verletzt oder tot sind, aber es ist sehr ernst.“ Die Stadt stehe in engem Kontakt mit der Polizei und sei bereit, zu helfen.

Kopenhagen: Schüsse in Einkaufszentrum, Polizei meldet Festnahme

+++ 19.41 Uhr: Ob die Lage in dem Einkaufszentrum in Kopenhagen nach der Verhaftung unter Kontrolle ist, ist unklar. Derzeit könnten keine weiteren Angaben gemacht werden, betonte die Polizei. Wie viele Menschen verletzt wurden und ob es Tote gibt, war zunächst unklar. Auf Bildern und Amateurvideos war zu sehen, wie Menschen in Panik von dem Gebäude wegrannten. Ein Augenzeuge sagte dem Sender DR, er habe drei oder vier sehr laute Knalle gehört, als er gerade mit seiner Familie in einem Geschäft war. Dann seien andere Menschen in den Laden gerannt und hätten von Schüssen berichtet, daraufhin sei er
mit seiner Familie durch einen Notausgang geflohen, sagte der Mann.

Update vom Sonntag, 3. Juli, 19.13 Uhr: Wie die Polizei Kopenhagen auf Twitter mitteilt, wurde eine Person nach den Schüssen in einem Kopenhagener Einkaufszentrum festgenommen. Man verschaffe sich derzeit einen Überblick über die Situation, heißt es weiter.

Kopenhagen: Schüsse fallen im Einkaufszentrum

Erstmeldung: Kopenhagen – In einem Einkaufszentrum in Kopenhagen sind Schüsse gefallen, der örtlichen Polizei zufolge soll es mehrere Opfer geben. Auf Twitter warnt die Polizei Menschen, sich von dem Einkaufszentrum Fields fernzuhalten. Man sei „in großer Zahl und massiv in Fields präsent“. (tab/nak mit dpa/afp)

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