Japan-Rückkehrer auf Radioaktivität untersucht

Berlin - Japan-Rückkehrer können sich beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf Radioaktivität untersuchen lassen. Bei etwa einem Drittel von knapp 100 Heimkehrern konnten Jod -131 und Tellur-/Jod-132 nachgewiesen werden.

Der Behörde stünden dafür umfangreiche technische Anlagen zur Verfügung, sagte BfS-Präsident Wolfram König am Donnerstag in Berlin. “Wir verfügen über verschiedene Messeinrichtungen und bieten diese für Untersuchungen zur Vorsorge an“, fügte er hinzu.

Lesen Sie dazu auch:

Drei Arbeiter in Fukushima gefährlich verstrahlt

Länder stoppen Import von Lebensmitteln

Bei den Rückreisenden aus Japan habe das BfS bisher keine besorgniserregenden Werte festgestellt, sagte König weiter. Je nach Aufenthaltsort seien erhöhte Werte aber auch nicht auszuschließen. Zudem sei es nachvollziehbar, “dass sich viele selbst davon überzeugen wollen, welcher Strahlenbelastung sie vor Ort ausgesetzt waren“.

Gespenstische Bilder: So sieht es im Horror-AKW aus

Gespenstische Bilder: So sieht es im Horror-AKW aus

Bislang wurden dem BfS 94 Untersuchungen von aus Japan eingereisten Personen gemeldet. Bei etwa einem Drittel konnte eine geringfügige Aufnahme von Radionukliden nachgewiesen werden. “Alle sind weit entfernt von gesundheitlichen Risiken“, erklärte der Präsident des Bundesamtes, Wolfram König, am Donnerstag in der Außenstelle der Behörde in Berlin-Karlshost.

Lauf BfS keine Gefährdung durch Japan-Rückreisende

Eine Gefährdung der Bevölkerung in Deutschland durch Rückreisende besteht nach Einschätzung des BfS nicht. Eventuell in den Körper aufgenommene Radioaktivität gefährde keine anderen Personen wie beispielsweise Familienangehörige. Äußerliche Kontaminationen könnten durch Kleiderwechsel und Duschen beseitigt werden.

Das BfS ist die Leitstelle des Bundes für die Einhaltung einheitlicher Standards bei den Messungen und bei der Bündelung der erhobenen Messdaten. Außerdem ist die Bundesbehörde Vertragspartner der Länder Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen-Anhalt, für die es Messeinrichtungen betreibt. Bundesweit gibt es 20 Messstellen verschiedener Träger. So bieten zum Beispiel auch die Universitäten Köln, Tübingen und Hamburg Untersuchungen an.

dapd/dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare